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Welthospiztag am 10. Oktober: „So bunt wie das Leben. Hospiz“

Der Hülshof begleitet schwer erkrankte und trauernde Menschen sowie ihre Familien – frühzeitig, ambulant und kostenfrei

Unter dem diesjährigen Motto des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbandes „So bunt wie das Leben. Hospiz“ macht der Welthospiztag am 10. Oktober auf die Vielfalt hospizlicher Arbeit aufmerksam. Der Hülshof – Das Malteser Hospiz- und Trauerzentrum in Dortmund – begleitet schwer erkrankte und sterbende Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie ihre Angehörigen. Dabei geht es nicht erst um die letzten Lebenstage: Die ambulante Hospizarbeit kann bereits ab der Diagnose einer schweren, fortschreitenden oder lebensverkürzenden Erkrankung in Anspruch genommen werden. Sie schenkt Zeit, Orientierung und Entlastung – zu Hause, im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung.

Hospizarbeit ist für uns immer auch Lebensbegleitung. Wir stehen Menschen und ihren Familien frühzeitig zur Seite, richten den Blick auf ihre individuellen Bedürfnisse und schaffen Freiräume in einer belastenden Zeit

Christina Motschull, Gesamtleitung im Hülshof

Hospizbegleitung für Menschen und Familien in schwierigen Lebenssituationen

Qualifizierte ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter nehmen sich Zeit, hören zu und bleiben auch dann an der Seite der Betroffenen, wenn Worte fehlen. Sie orientieren sich an Wünschen, Ängsten, Hoffnungen und persönlichen Lebensentwürfen. „So bunt wie das Leben ist, so unterschiedlich sind die Situationen, denen wir begegnen“, betont Motschull. „Manche Menschen möchten erzählen, andere einen kleinen oder großen Wunsch verwirklichen. Viele wünschen sich vor allem verlässliche Nähe und jemanden, der die Situation mit ihnen aushält.“

Das Angebot des Hülshof umfasst den ambulanten Hospizdienst für Erwachsene in Dortmund und Schwerte sowie den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Dortmund. Begleitet werden auch Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind und junge Angehörige, deren Eltern, Geschwister oder andere nahestehende Menschen schwer erkrankt sind. Die Mitarbeitenden beraten individuell, vermitteln bei Bedarf an Netzwerkpartner und haben die gesamte Familie im Blick.

Zur ganzheitlichen Lebensbegleitung gehören außerdem Einzelgespräche und Gruppenangebote für trauernde Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Trauerspaziergänge, Trauerfrühstücke, Kreativangebote, Angebote zum Thema Trauer am Arbeitsplatz, „Letzte Hilfe“-Kurse, Informationsveranstaltungen zu Patientenverfügung und Vorsorge sowie das Projekt „Hospiz trifft Schule“. Mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen erfüllen die Malteser zudem letzte Wünsche schwerkranker Menschen. Ergänzend steht mit Via unter www.malteser.de/via eine digitale Trauerbegleitung zur Verfügung.

Ehrenamtliche gesucht: Zeit schenken und Menschen begleiten

Alle Angebote sind unabhängig von Religion, Herkunft oder finanzieller Situation kostenfrei und niedrigschwellig zugänglich. Möglich wird diese Arbeit durch das Zusammenspiel von hauptamtlichen Fachkräften und qualifizierten Ehrenamtlichen. Der Hülshof sucht deshalb weitere Menschen, die regelmäßig Zeit schenken und sich zu Hospiz- oder Trauerbegleitenden qualifizieren lassen möchten. „Unser Ehrenamt ist die tragende Säule der Arbeit“, sagt Christina Motschull. „Wer offen für Begegnungen ist und andere Menschen verlässlich begleiten möchte, ist bei uns herzlich willkommen. Wir bereiten Interessierte sorgfältig auf ihre Aufgabe vor und begleiten sie mit Austausch, Fortbildungen und Supervision.“

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