„Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ werden seit dem 21. Juni 2014 in der UNESCO-Welterbe-Liste geführt. „Das Erzbistum Paderborn unterstützt die Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus dabei, das Westwerk als Welterbe zu erhalten. Deswegen fördern wir auch das Bemühen, diese Stätte auf methodisch neue Art mit Leben zu füllen“, sagte Generalvikar Alfons Hardt während der Tagung im Rahmen eines Pressegesprächs in Corvey. Unter anderem arbeitet ein wissenschaftliches Kompetenzteam des Erzbistums Paderborn an der multimedialen didaktischen Erschließung des Welterbe-Westwerks in Corvey.
Best-Practice-Beispiele
Vertreter bedeutender europäischer Welterbestätten waren zur Tagung nach Paderborn und Corvey gekommen, um in Diskussionen und Fachvorträgen zu erörtern, wie sich durch den Einsatz neuer Technologien Welterbestätten erschließen lassen. Der erste Tag stand ganz im Zeichen von Best-Practice-Beispielen: Anhand der Wandmalereien in St. Georg in Oberzell auf dem Welterbe Klosterinsel Reichenau, dem Welterbe Fagus-Werk in Alfeld, der Domus aurea in Rom oder dem Welterbe Tarragona in Spanien wurde anschaulich, wie mit Multimedia ein didaktischer Mehrwert erreicht werden kann.
Am Dienstagvormittag ging es im Herzen des Welterbes Corvey weiter. Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek von der Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus begrüßte die Tagungsteilnehmer im barocken Kirchenschiff in Corvey. Auch Höxters Bürgermeister Alexander Fischer hieß die Gäste willkommen: „Die neuen Maßnahmen, die unter anderem durch die Glaswand hier möglich werden, werden das Welterbe Corvey nicht nur erhalten, sondern erstrahlen lassen“, zeigte sich das Stadtoberhaupt überzeugt.