Die Corona-Auflagen würden die Gemeinden momentan vor große Herausforderungen stellen. Volle Kirchenbänke und festlicher Gemeindegesang seien in diesem Jahr zu Weihnachten undenkbar. „Aber die Menschen wollen Weihnachten und damit die Menschwerdung Gottes feiern. Sie wollen in Gemeinschaft den besonderen ‚Geist der Weihnacht‘ spüren“, stellt Prälat Dornseifer fest. Nach dem Lockdown habe man aus Erfahrungen lernen können, so der Geistliche weiter: „Wir haben jetzt noch Zeit, um abgewogen zu planen. Damit haben wir einen Gestaltungsspielraum, um den Menschen auch in dieser schwierigen Zeit ein Weihnachtsfest zu ermöglichen, das sie sich wünschen – wenn auch in anderer Form.“
Kirche begibt sich zu den Menschen
Im Generalvikariat und in den Gemeinden würden dazu viele Möglichkeiten entwickelt. Ein Ansatz sei es, Gottesdienste ins Freie zu verlegen – für Prälat Dornseifer eine Möglichkeit mit Potenzial: „Unser Auftrag ist es, ‚missionarisch Kirche zu sein‘. Gottesdienste im Freien in der Mitte der Menschen zu feiern, wäre ein starkes Zeichen, dass Kirche sich zu den Menschen begibt und sich nicht hinter Kirchenmauern verschanzt.“ Auch die Feier an anderen Orten wie in großen Sport- oder Reithallen wäre denkbar, ebenso wie eine räumliche und zeitliche Verteilung der Gottesdienste.
Gemeinden werden unterstützt
„Wir werden intensiv im Gespräch bleiben und planen Workshops und Arbeitsgemeinschaften, um die Gemeinden zu unterstützen. Es soll einen Leitfaden geben, was in den außergewöhnlichen Weihnachtsgottesdiensten aus liturgischer Sicht zu beachten ist“, erklärt Prälat Dornseifer. „Wir im Erzbistum Paderborn werden gemeinsam alles dafür tun, dass Menschen bei Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen die Freude und Zuversicht von Weihnachten erleben.“