Laden...

logocontainer-upper
logocontainer-lower

Weihnachten darf kein flüchtiges Bühnenbild sein

Erzbischof Becker ruft dazu auf, die Menschwerdung Gottes zur Motivation des persönlichen Handelns zu machen

Erzbischof Hans-Josef Becker rief am Heiligabend in der Christmette die Gläubigen im Paderborner Dom und im Live-Stream dazu auf, die Menschwerdung Gottes zur Motivation ihres persönlichen Handelns in der Welt machen. „Wir sollen uns in der Heiligen Nacht nicht nur Stimmungen hingeben, die wir sonst von unserem Lebensalltag gerne abkoppeln“, forderte der Paderborner Erzbischof in seiner Predigt. „Wir müssen unserem Leben angesichts der Geburt Jesu eine andere Richtung geben, eine Richtung, die uns Gott in seinem Sohn zeigt.“ Nur so sei es möglich, Konflikte im Großen und Kleinen dauerhaft zu überwinden.

„Wir müssen unserem Leben angesichts der Geburt Jesu eine andere Richtung geben, eine Richtung, die uns Gott in seinem Sohn zeigt“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt. Archivfoto 2019: Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn.

Die Geburt des Erlösers werde vom Propheten Jesaja im Alten Testament vor dem Hintergrund eines Kriegsgeschehens angekündigt, erläuterte Erzbischof Hans-Josef Becker. Auch in der heutigen Gesellschaft gebe es vielerorts regionale und lokale Konflikte, die sich jederzeit zu „größeren Flächenbränden“ ausbreiten könnten.

Gott mehr Platz geben

„Ist also nicht alles beim Alten geblieben seit der Geburt Jesu?“, formulierte Erzbischof Becker eine Frage, die es jedes Jahr zu Weihnachten neu zu bedenken gelte. Diese Frage könne allerdings keineswegs als Vorwurf an den vor 2000 Jahren geborenen Jesus gerichtet sein: „Mit Jesus brach in ganz neuer Weise und in neuer Intensität ein göttlicher Lichtstrahl in diese Welt ein. Ein Lichtstrahl, der von uns zu allen Zeiten wohl zu wenig aufgenommen und aufgegriffen wurde“, stellte Erzbischof Becker fest.

Das Weihnachtsgeschehen in Betlehem dürfe kein „flüchtiges Bühnenbild“ bleiben: „Haben wir es vielleicht noch nie richtig angenommen, auch wenn wir jährlich diese Nacht im Lichterglanz und in Friedenssehnsucht im warmen Licht der Krippe feiern?“, fragte der Paderborner Erzbischof weiter und kritisierte, dass Gott oft nur „gewisse Regionen unseres Lebens“ betreten dürfe. Erzbischof Becker forderte dazu auf, das Weihnachtsfest zum Anlass zu nehmen, Gott mehr Platz im persönlichen Leben einzuräumen und den in Jesus Mensch gewordenen Gott zur Motivation des eigenen Handelns zu machen.

Gottes Arm der Liebe reicht weiter

Die in Jesus Christus erschienene Güte Gottes strahle ab auf jeden Menschen und damit auch auf die immer von neuem belasteten Beziehungen zwischen Völkern, Kulturen und Religionen. „Wir erweisen uns als gläubige Realisten, wenn wir Weihnachten 2020 als das Fest des menschenfreundlichen Gottes und als das Fest des von ihm ausgehenden Friedens feiern. Und wenn wir daran festhalten, dass Gottes Arm der Liebe und Menschenfreundlichkeit viel weiter reicht als all das, was wir uns im Großen wie im Kleinen immer wieder antun“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker zum Abschluss seiner Predigt.

Weitere Einträge

© Katholikentag

Pressemeldung „Ich bin da“

Leitwort für den 105. Deutschen Katholikentag 2028 in Paderborn beschlossen
© Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

Pressemeldung socioMovens erhält Jugendpreis des Westfälischen Friedens

Sozialinstitut Kommende Dortmund als Zentrum / Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz würdigt Einsatz der internationalen Jugendlichen für einen gerechten Frieden in Europa
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Pressemeldung Gott für Gaben der Schöpfung danken

Zum Erntedank-Fest am 4. Oktober 2026 schmücken Landfrauen den Paderborner Dom mit Erntekrone / Entdecker-Aktion lädt zum Mitmachen ein
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0