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© Photo Kozyr / Shutterstock.com
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Weihejubilare beim digitalen Sektempfang

Dank und Segen zum Weihejubiläum an 30 Ständige Diakone im Erzbistum Paderborn

Das war im Erzbistum Paderborn eine wirkliche Premiere für alle Beteiligten: Zum 10., 15., und sogar zum 40. Weihejubiläum von Ständigen Diakonen im Erzbistum Paderborn gab es zusätzlich zum zugesandten Präsent mit Glück- und Segenswünschen am Samstag einen digitalen Sektempfang. Monsignore Andreas Kurte als Leiter des Bereichs Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat sowie Pastor Andreas Kreutzmann, Spiritual Pastor Werner Beule und Referent Stefan Nagels als Verantwortliche im Erzbistum für die Ausbildung und Begleitung von Ständigen Diakonen gratulierten insgesamt 30 Weihejubilaren und stießen via Video-Konferenz mit den zugeschalteten Ständigen Diakonen und ihren Ehefrauen an. „Allen wünschen wir Kraft, Zuversicht und Gottes Segen für ihren Dienst als Diakon in Familie, Beruf und Kirche“, sagten sie zu den Jubilaren auch im Namen von Erzbischof Hans-Josef Becker, Generalvikar Alfons Hardt und dem Diakonenrat.

Mit einem digitalen Sektempfang wurde 30 Ständigen Diakonen zu ihrem Weihejubiläum gratuliert. Monsignore Andreas Kurte (m.), Pastor Andreas Kreutzmann (r.) und Referent Stefan Nagels (l.) stoßen konkret-digital mit einem Gläschen Sekt an. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

„Es ist mir ein Herzensanliegen, allen Ständigen Diakonen im Erzbistum Paderborn für ihren treuen und verlässlichen Dienst zu danken“, sagte Monsignore Andreas Kurte, der für den Einsatz der Priester, Diakone und Gemeindereferentinnen und –referenten im Erzbistum Paderborn verantwortlich ist. Ein Weihejubiläum sei stets ein guter Anlass für ein Innehalten und eine Reflexion, ein dankbares Zurückschauen auf den bisherigen Weg, aber auch ein vertrauendes Vorausblicken auf den kommenden Weg. Er sei sehr froh, dass dies auf digitalem Weg möglich sei, die Corona-Pandemie habe leider ein wirkliches Zusammenkommen und gemeinsames Danken und Feiern verhindert, betonte der Leiter des Bereichs Pastorales Personal. „Die Corona-Pandemie hat uns als Kirche dazu bewegt, neue Wege zu suchen und zu gehen.“

Diakonat: Weg zu den Menschen

Pastor Andreas Kreutzmann und Referent Stefan Nagels erinnerten, dass auch die Ständigen Diakone in ihrem diakonalen Dienst vielfältige Wege zu den Menschen gehen. „Aus seiner Verbindung zu Jesus Christus begleitet ein Diakon arme und am Rand der Gesellschaft stehende Menschen, beispielsweise Kranke oder Trauernde. Seine Tätigkeit beschränkt sich jedoch nicht auf den sozial-karitativen Dienst, sondern besteht auch in Aufgaben in der Liturgie und in der Verkündigung.“

Stefan Nagels erläuterte, das Amt des Ständigen Diakons sei lange Zeit in der Kirche vergessen gewesen. Durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) sei der Ständige Diakonat wieder eingeführt worden als eigenständiger Dienst in der Kirche. Jetzt den Weihejubilaren zu gratulieren, sei eine große Freude und zugleich ein Zugehen auf das Jahr 2021, in dem das 50-jährige Jubiläum des Ständigen Diakonats im Erzbistum Paderborn begangen wird, erklärte Pastor Kreutzmann.

„Ständige Diakone und somit Diakone im Zivilberuf haben ein eigenes Profil: Sie verbringen den größten Teil des Tages nicht in kirchlichen Zusammenhängen und sind dennoch kirchliche Amtsträger mit sakramentaler Weihe“, führte Pastor Kreutzmann weiter aus. Das Engagement und der Dienst von Ständigen Diakone in der Kirche von Paderborn verleihe der Kirche somit ein diakonisches und evangelisierendes Gesicht, bekräftigte Monsignore Andreas Kurte.

Erfahrungen und Erinnerungen als Diakon

Mit Worten wie „Begegnung und Kennenlernen“, „Leben mit Höhen und Tiefen“, „erfüllte Zeit“, „gebraucht werden“, „Dienst und Sendung“, „Verkündigung der Frohen Botschaft“, „Dienst in Gemeinde und Kirche“ beschrieben die zum digitalen Sektempfang zugeschalteten Ständigen Diakone ihre Gedanken und Einstellungen anlässlich ihres Weihejubiläums. Wichtig sei ihnen in ihrem diakonischen Dienst die Erfahrung, von Gott gesandt und zugleich begleitet zu sein.

Diakon Peter Schiller aus Höxter wurde am 13. Dezember 1980 durch Erzbischof Johannes Joachim Kardinal Degenhardt zum Diakon geweiht. „In Freude und großer Dankbarkeit“ möchte er in diesem Jahr sein vierzigstes Weihejubiläum begehen, sagt Diakon Schiller. Er war in der Kirchengemeinde St. Peter und Paul im Pastoralverbund Corvey eingesetzt. Der Diakon im Ruhestand erinnert sich an sein Engagement in der Jugendarbeit und an sein Anliegen eines „überzeugenden Religionsunterrichts als Lehrer und Diakon in der Hauptschule Höxter“. Die Betreuung der Kranken und die Spendung der Krankenkommunion in den Gemeinden St. Mariä Himmelfahrt und St. Peter und Paul sowie die Betreuung der Senioren sind ihm wichtig.

Diakon Herbert Grondmann ist in der Kirchengemeinde St. Georg in Bad Pyrmont im Pastoralen Raum Pastoralverbund Südlippe-Pyrmont tätig. Ihm ist wichtig, nah bei den Menschen zu sein, sowohl in seinem Hauptberuf als Heimleiter eines evangelischen Altenheims als auch in der Kirche. Er wurde am 12. März 2005 von Erzbischof Hans-Josef Becker zum Diakon geweiht. Ein besonderes Anliegen ist es Diakon Grondmann, authentisch zu sein: „Das versuche ich beispielsweise dadurch, dass ich bei Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen würdig auftrete, aber auch als Mensch, also als ich selbst, da bin.“ Im Hinblick auf sein fünfzehntes Weihejubiläum sagt Diakon Grondmann, er freue sich, dass er nun bereits 15 Jahre Gott in seiner Kirche dienen darf.

Jubilare: Namen – Pastoralverbund – Weihedatum

  • Diakon Clemens Bertram – Bielefeld-Mitte-Nord-West – 12.03.2005
  • Diakon Josef Bilstein – Lippstadt – 12.03.2005
  • Diakon i.R. Karl Bludau – Lünen – 13.12.1980
  • Diakon Josef Bongartz – Lippstadt – 12.03.2005
  • Diakon i.R. Beda Breidung – Mariä Heimsuchung Dortmund – 06.02.2005
  • Diakon i.R. Josef Dierkes – Wünnenberg-Lichtenau – 13.12.1980
  • Diakon Alfons Ebbers – Borgentreich – 12.03.2005
  • Diakon Rüdiger Eßmann – Menden – 12.03.2005
  • Diakon Franz Gelhaus – Steinheim-Marienmünster-Nieheim – 12.03.2005
  • Diakon Christoph Gladisch – Pfarrei Corpus Christi Castrop-Rauxel – 12.03.2005
  • Diakon Herbert Grondmann – Bad Pyrmont – 12.03.2005
  • Diakon Klaus Herbrand – Corvey – 12.03.2005
  • Diakon Wilfried Heß – Kamen-Kaiserau – 06.03.2010
  • Diakon i.R. Karl-Heinz Karwat – Herne – 13.12.1980
  • Diakon Klaus Mayer – Seniorenheim „Haus am Steingarten“ – 13.12.1980
  • Diakon Gerhard Möller – Nördliches Siegerland – 06.03.2010
  • Diakon Aloys Ovenhausen – Brilon – 12.03.2005
  • Diakon Heinz-Robert Prüssner – St. Dionysius Herne – 13.12.1980
  • Diakon André Quante-Blankenagel – Menden – 06.03.2010
  • Diakon Thomas Rickert – Schmallenberg-Eslohe – 12.03.2005
  • Diakon Olaf Scheideler – Menden – 06.03.2010
  • Diakon Walter Schindler – Kamen-Kaiserau – 12.03.2005
  • Diakon i.R. Peter Schiller – Corvey – 13.12.1980
  • Diakon Manfred Seithe – Menden – 12.03.2005
  • Diakon Arnold Stuckstätte – Rheda-Herzebrock-Clarholz – 12.03.2005
  • Diakon Michael Thamm – Bad Arolsen – 12.03.2005
  • Diakon Josef Weil – Olpe – 12.03.2005
  • Diakon Thomas Zabel – Büren – 06.03.2010
  • Diakon Herbert Zünkler – Rehda-Wiedenbrück – 12.03.2005

Ständiger Diakonat im Erzbistum Paderborn

Im Jahr 2021 wird das 50-jährige Jubiläum des Ständigen Diakonats im Erzbistum Paderborn begangen. Jubiläumstag ist der 16. Oktober 2021, der mit einem festlichen Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn gefeiert wird: Die ersten 15 Diakone im Erzbistum Paderborn empfingen am 16. Oktober 1971 durch Erzbischof Lorenz Kardinal Jaeger die Diakonenweihe.

Im Erzbistum Paderborn gibt es derzeit 187 Ständige Diakone, 42 von ihnen sind im Ruhestand, fünf sind im Hauptberuf als Diakone tätig.

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort diakonos ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben beschränken sich aber nicht auf den Gottesdienst (leiturgia – Liturgie), vielmehr umfassen sie auch die Verkündigung (martyria – Zeugnis) und den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu Armen, Kranken, Menschen mit einer Behinderung, Trauernden, den „Menschen am Rande“ zu gehen.

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen Zivilberuf aus.

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