„Ständige Diakone und somit Diakone im Zivilberuf haben ein eigenes Profil: Sie verbringen den größten Teil des Tages nicht in kirchlichen Zusammenhängen und sind dennoch kirchliche Amtsträger mit sakramentaler Weihe“, führte Pastor Kreutzmann weiter aus. Das Engagement und der Dienst von Ständigen Diakone in der Kirche von Paderborn verleihe der Kirche somit ein diakonisches und evangelisierendes Gesicht, bekräftigte Monsignore Andreas Kurte.
Erfahrungen und Erinnerungen als Diakon
Mit Worten wie „Begegnung und Kennenlernen“, „Leben mit Höhen und Tiefen“, „erfüllte Zeit“, „gebraucht werden“, „Dienst und Sendung“, „Verkündigung der Frohen Botschaft“, „Dienst in Gemeinde und Kirche“ beschrieben die zum digitalen Sektempfang zugeschalteten Ständigen Diakone ihre Gedanken und Einstellungen anlässlich ihres Weihejubiläums. Wichtig sei ihnen in ihrem diakonischen Dienst die Erfahrung, von Gott gesandt und zugleich begleitet zu sein.
Diakon Peter Schiller aus Höxter wurde am 13. Dezember 1980 durch Erzbischof Johannes Joachim Kardinal Degenhardt zum Diakon geweiht. „In Freude und großer Dankbarkeit“ möchte er in diesem Jahr sein vierzigstes Weihejubiläum begehen, sagt Diakon Schiller. Er war in der Kirchengemeinde St. Peter und Paul im Pastoralverbund Corvey eingesetzt. Der Diakon im Ruhestand erinnert sich an sein Engagement in der Jugendarbeit und an sein Anliegen eines „überzeugenden Religionsunterrichts als Lehrer und Diakon in der Hauptschule Höxter“. Die Betreuung der Kranken und die Spendung der Krankenkommunion in den Gemeinden St. Mariä Himmelfahrt und St. Peter und Paul sowie die Betreuung der Senioren sind ihm wichtig.
Diakon Herbert Grondmann ist in der Kirchengemeinde St. Georg in Bad Pyrmont im Pastoralen Raum Pastoralverbund Südlippe-Pyrmont tätig. Ihm ist wichtig, nah bei den Menschen zu sein, sowohl in seinem Hauptberuf als Heimleiter eines evangelischen Altenheims als auch in der Kirche. Er wurde am 12. März 2005 von Erzbischof Hans-Josef Becker zum Diakon geweiht. Ein besonderes Anliegen ist es Diakon Grondmann, authentisch zu sein: „Das versuche ich beispielsweise dadurch, dass ich bei Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen würdig auftrete, aber auch als Mensch, also als ich selbst, da bin.“ Im Hinblick auf sein fünfzehntes Weihejubiläum sagt Diakon Grondmann, er freue sich, dass er nun bereits 15 Jahre Gott in seiner Kirche dienen darf.