Auf Einladung der Weihbischöfe des Bistums Münster haben sich am Montag zwölf Weihbischöfe aus Nordrhein-Westfalen in Telgte getroffen. Die Zusammenkunft hat eine lange Tradition. Seit vielen Jahren kommen zu Beginn der Sommerferien die Weihbischöfe im aktiven Dienst und die Emeriti (pensionierte Weihbischöfe) zu einem Treffen zusammen. Aus dem Erzbistum Paderborn nahmen Weihbischof em. Manfred Grothe sowie die Weihbischöfe Josef Holtkotte und Matthias König teil.
Jeweils eines der fünf Bistümer in NRW bereitet diesen Tag vor. Er dient der Begegnung und dem Austausch, aber auch dem gemeinsamen Gebet und dem Kennenlernen von Orten und Projekten in der gastgebenden Diözese.
Ein kulturreicher Tag
In diesem Jahr lud das Bistum Münster zunächst nach Telgte ein. Eine Andacht in der Wallfahrtskapelle stand am Anfang der Zusammenkunft. Danach wurde die Gruppe durch das Museum „Religio“ geführt, das aus dem Krippenmuseum Telgte hervorgegangen ist und die Vielfalt der religiösen Tradition – mittlerweile auch jener anderer Konfessionen und Religionen – anschaulich darstellt.
Am Nachmittag wurde die altehrwürdige Stiftskirche St. Bonifatius in Freckenhorst besucht. Die Geschichte dieses eindrucksvollen romanischen Baus geht bis in die ottonische Zeit, also gut eintausend Jahre zurück. Pfarrdechant Krampe führte durch die Basilika.
Frau Kastner, ehemalige Landtagsabgeordnete, zeigte dann die Schätze in der Kapelle St. Petri, die als Schatzkammer der Stiftskirche dient. Reliquiare und Altargefäße ließen die eindrucksvolle geistliche Geschichte gegenwärtig werden.
Auf dem Hof Lohmann, einer integrativen Einrichtung des Caritasverbandes des Kreises Warendorf, endete der erfüllende Tag. Hier leben und arbeiten behinderte und nicht behinderte Menschen in Landwirtschaft und Gastronomie zusammen.