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Warum Frauen für die Männerberatung wichtig sind

SKM zieht erstes Fazit des neuen Beratungsangebotes im Erzbistum Paderborn

Beziehungsprobleme, Trennung, Vaterschaft, Krankheiten wie Depressionen oder Sucht. So lauten die häufigsten Gründe, weshalb Männer eine der vier Männerberatungsstellen des SKM im Erzbistum Paderborn aufsuchen. Mit finanzieller Förderung des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn haben die Ortsvereine des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM/KSD) in Dortmund, Hamm, Herford und Olpe ein spezielles Beratungsangebot aufgebaut. Jetzt ziehen die Sozialdienste zum Internationalen Männertag am 19. November ein erstes Fazit.

„Männer haben oft eine andere Art, mit Krisen umzugehen als Frauen. Daher brauchen sie auch bei bestimmten Themen eine andere Form der Ansprache“, sagt Marie-Luise Tigges, die das auf zwei Jahre angelegte Projekt auf Diözesanebene koordiniert. Eine wichtige Erkenntnis des neuen Angebotes sei die Tatsache, dass Männerberatung erst über den Weg mit frauenspezifischen Beratungsangeboten zustande kommt. Oft sind es Ehepartnerinnen, die etwa beim Jugendamt, in der Suchtberatung oder beim Sozialdienst katholischer Frauen beraten werden und ihre Partner überzeugen, sich ebenfalls professionelle Hilfe zu holen. „Die häufigsten Vermittlungen in die Männerberatung erfolgen durch Beratungsstellen im Umfeld von Frauen“, so Tigges. „Letztlich profitieren damit auch die Frauen von der Männerberatung.“ Immerhin war bei jeder vierten Beratung häusliche Gewalt das Hauptthema. Insgesamt sind 142 Beratungsgespräche im ersten Halbjahr 2019 geführt worden.

Das Angebot des SKM hat sich herumgesprochen. „Teilweise kommen die Anfragen schon aus den benachbarten Kreisen“, weiß Marie-Luise Tigges. Direktanfragen von Männern seien eher noch selten, daher werde neben der Fortsetzung der wichtigen Netzwerkarbeit in Gruppen und Institutionen die Direktansprache der Männer intensiviert, z. B. durch social media, Bildungsarbeit, Gruppenarbeit für Männer oder Info-Ständen im öffentlichen Raum.

Wer die Männerberatung nutzen möchte, kann sie an diesen Standorten des SKM/KSD (kostenlos) in Anspruch nehmen:

Olpe
Tel. 02761 8368-1623 oder 0152 31818887
d.schulte@ksd-olpe.de

Herford
Tel. 05221 27778-12 oder 01525 6727762
detlef.lis@skm-herford.de

Hamm
Tel. 02381 92451-46
brauckmann@ksd-sozial.de

Dortmund
Tel. 0231 1848117
anft@skm-dortmund.de

Koordination:
Diözesangeschäftsstelle SkF/SKM,
Marie-Luise Tigges
Tel. 05251 209 276
M.Tigges@Caritas-paderborn.de

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