Jedes Jahr wird am Libori-Mittwoch in der Gesellschafterversammlung der 1997 gegründeten Liborius-Gesellschaft die Planung für das Herbst-Libori-Fest besprochen. Deshalb trafen sich auch heute im Erzbischöflichen Generalvikariat der Paderborner Bürgermeister Michael Dreier als Vorsitzender der Gesellschaft, Generalvikar Alfons Hardt als stellvertretender Vorsitzender, Professor Dr. Volker de Vry als Geschäftsführer, Dompropst Monsigore Joachim Göbel sowie Christoph Schulte-Nölke vom Heimatverein Paderborn. Das Herbst-Libori-Fest wird in Paderborn rund um den 25. Oktober gefeiert – das will gerade in diesem besonderen Corona-Jahr gut vorbereitet sein.
Während Libori ist vor Libori …
Eine wichtige Entscheidung war in diesem Corona-Jahr zu treffen: Die Mitglieder der Gesellschafterversammlung beschlossen, dass der traditionelle Festvortrag im Rathaus unter den dann geltenden Corona-Richtlinien auch 2020 stattfinden wird. Ebenso hat die Liborius-Gesellschaft entschieden, das von Prof. Dr. Volker de Vry geleitete Forschungsprojekt der „Manuscripta Liboriana“ in den kommenden Jahren zu intensivieren: Danach werden 300 mittelalterliche Handschriften über das Leben und die Translatio des heiligen Liborius in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek zusammengeführt und dort online verfügbar sein.
Raub und Rückkehr der Reliquien
Am 25. Oktober gedenken Erzbistum und Stadt Paderborn der Rückkehr „ihres“ Schutzpatrons Liborius, dessen Reliquien im Dreißigjährigen Krieg vom lutherischen Herzog Christian von Braunschweig geraubt wurden. Es gelang, die Reliquien nach fünf Jahren zurückzuerlangen – aus diesem Anlass wird in Paderborn im Herbst Klein-Libori gefeiert.