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© Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA
© Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA

„Viva Santa Agatha!“ Pilger aus dem Erzbistum Paderborn erleben Agatha-Fest

Hunderttausende feiern in Catania das Triduum zu Ehren der heiligen Agatha – mittendrin eine Pilgergruppe aus dem Südsauerland und Weihbischof Matthias König

Rund eine Million Menschen strömten Anfang Februar zum Agatha-Fest nach Catania. Mitten unter ihnen waren Pilgerinnen und Pilger aus dem Erzbistum Paderborn, die über den 5. Februar hinaus gemeinsam mit Weihbischof Matthias König und mehreren Priestern an den Feierlichkeiten teilnahmen. Ziel der Wallfahrt aus Gemeinden des Südsauerlandes war das traditionsreiche Fest zu Ehren der heiligen Agatha, die im Jahr 250 in Catania das Martyrium erlitt und bis heute die Patronin der Stadt ist.

Auch im Erzbistum Paderborn sind zahlreiche Kirchen der heiligen Agatha geweiht. Neben dem heiligen Florian gilt sie als Patronin der Feuerwehr und wird bis heute in vielfältigen Anliegen angerufen.

„Viva Santa Agatha!“ – immer wieder brandeten die Rufe aus der Menge auf, getragen von zahlreichen jungen Menschen.

Catania im Zeichen des Triduums

Während des dreitägigen Triduums verwandelt sich Catania auch für die Pilgergruppe aus dem Erzbistum Paderborn in einen Ort intensiver religiöser Feier. Rund eine Million Menschen kommen in diesen Tagen in die Stadt, die sonst etwa 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt. Der Erzbischof von Catania, Luigi Renna, begrüßte die Pilgerinnen und Pilger aus Paderborn mit großer Herzlichkeit.

Am ersten Tag des Triduums zog eine Prozession vom Ort des Martyriums der heiligen Agatha zur Kathedrale. Zehntausende säumten die Straßen, kunstvoll illuminierte Ehrenbögen wiesen den Weg durch die Stadt.

In den frühen Morgenstunden des zweiten Tages wurde in der Kathedrale der Reliquienschrein und die Büste der heiligen Agatha aus einer mit zahlreichen Schlössern gesicherten Kammer geholt und zur Verehrung ausgesetzt. Symbolisch öffneten sowohl der Erzbischof als auch der Bürgermeister der Stadt diese Schlösser.

Tief bewegend war das Bild tausender Gläubiger, die in weißen Kitteln und schwarzen Kappen die Reliquien begrüßten. Immer wieder erklang das traditionelle Lied zu Ehren der heiligen Agatha.

Die frühe Messe um 6.00 Uhr wurde von Tausenden Menschen in und vor der Kathedrale mitgefeiert.

Bischöfe vor dem Festamt am 5. Februar in der Kathedrale von Catania

© Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA

Prozessionen und eindrucksvoller Abschluss

Im Anschluss an die Messfeier setzte sich der silberne Wagen mit dem Reliquienschrein und der Büste der heiligen Agatha in Bewegung. Bis in die Morgenstunden des folgenden Tages zog die Prozession durch sämtliche Stadtteile.

Am dritten Tag feierte die Gemeinde in der Kathedrale ein großes Pontifikalamt mit Kardinal Mario Grech, dem Verantwortlichen für den synodalen Prozess der Weltkirche in Rom. 30 Bischöfe konzelebrierten, unter ihnen auch Weihbischof Matthias König.

Am späten Nachmittag wurden Schrein und Büste erneut auf den Wagen gesetzt. In der Dämmerung und im Dunkel der Nacht zog die Prozession unter erleuchteten Ehrenbögen durch die Stadt. Der Wagen wird dabei an rund 70 Meter langen Seilen von Gläubigen gezogen. Andere bringen Blumen und Kerzen dar. Vor dem Schrein tragen Menschen tausende schwere Kerzen, manche mit einem Gewicht von bis zu 100 Kilogramm.

Die Pilgerinnen und Pilger aus dem Erzbistum Paderborn zeigten sich – gemeinsam mit ihren Priestern und Weihbischof König – tief beeindruckt von diesem kraftvollen Ausdruck lebendiger Volksfrömmigkeit.

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