Die Borchener Malerin Nicola Gerlich hat im Laufe ihres rund 30-jährigen künstlerischen Schaffens ihre Werke bereits in über 40 Ausstellungen präsentiert. Das Paderborner Liborianum, Tagungshaus des Erzbistums Paderborn, mitten in der Innenstadt gelegen, gehört dabei sicher zu den ungewöhnlicheren Präsentationsorten.
Auf mehreren Ebenen – vom Kapuzinerkeller, der abends gastronomisch genutzt wird, bis zu den Fluren im Gästebereich – finden sich in den kommenden Wochen zahlreiche Malereien und Plastiken der Künstlerin. Die Ausstellung „Liborianum colorum – Zwischen Küste und Kathedrale“ gibt Einblicke in die vielfältigen Werkphasen von Nicola Gerlich, die ihre Leidenschaft für die Kunst über viele Jahre hinweg parallel zu ihrer Tätigkeit als Lehrerin mit großer Kontinuität und Hingabe verfolgt hat.
Im Rahmen ihres Lehramtsstudiums mit dem Schwerpunkt Kunst an der Universität Paderborn erhielt sie 1999 einen Förderpreis und das damit verbundene Molino-Winkler-Stipendium samt Aufenthalt in dem gleichnamigen Atelier- und Wohnhaus in Spanien. Mit dieser künstlerischen Prägung absolvierte Nicola Gerlich ab dem Jahr 2000 ihr Referendariat in Köln und war anschließend 12 Jahre lang als Lehrerin in Hessen tätig. Heute arbeitet die Hobby-Künstlerin an der Liboriusschule in Salzkotten und nutzt ihre Freizeit, um immer neue Kunstwerke zu schaffen.
Im Rahmen der Vernissage im Liborianum formulierte ihre Kollegin Julia Steinfeld bezogen auf die aktuellen Ausstellungsräume treffend:
Die Musik von Nicola Gerlich sind die Farben. Die Räumlichkeiten sind dabei ein perfekter Resonanzraum.