Die internationalen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen würden ein „Vertrauen ins Morgen“ in Frage stellen, erklärte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in seiner Ansprache ausgehend vom diesjährigen Leitwort des Libori-Festes. Selbstverständlichkeiten, die bisher Halt gegeben haben, seien nicht mehr selbstverständlich. „Und manche instrumentalisieren diese Verunsicherung und schüren sogar aktiv Misstrauen, um politisches Kapital daraus zu schlagen“, mahnte der Paderborner Erzbischof. Die Frage, ob man unter diesen gesellschaftlichen Vorzeichen „Vertrauen ins Morgen“ haben könne, beantwortet Erzbischof Dr. Bentz mit einen entschiedenen „Ja!“: „Wer, wenn nicht Christinnen und Christen haben einen guten Grund für dieses Vertrauen?“
Brücken bauen!
Erzbischof Dr. Bentz erinnerte an die ersten Worte von Papst Leo XIV. nach seiner Wahl „Der Friede sei mit euch allen!“ – sie seien ein „programmatisches Zeichen in die von Konflikten, Krisen und Kriegen geprägte Welt“. Die Botschaft des Heiligen Vaters sei von Beginn an „Es kommt auf den Dialog an“. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz rief den Gottesdienstteilnehmenden zu: „Es kommt darauf an, Brücken zu bauen!“. Es sei zentral, Beziehungen zu stiften, das Gemeinsame stark zu machen, sowie zu glauben, „dass ein liebender Gott seine Hand über uns hält“. Zugleich hob Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz hervor: „Dieses Vertrauen, dass Gott mit uns durch diese Geschichte pilgert, entbindet uns nicht von unserer Verantwortung für das Hier und Jetzt, es stärkt vielmehr das Vertrauen und den Elan in einer unsicheren Zeit an einer guten Zukunft zu bauen – nicht nur für uns, sondern vor allem für das Morgen der jungen Generation, unserer Kinder und Enkelkinder!“.