“Der Kongress bietet die Chance zur persönlichen Auseinandersetzung, aber besonders zur Vernetzung und zum Perspektivwechsel. Wir hoffen, hilfreiche Anstöße zu geben, die in den Schulalltag weitergetragen werden.”
Johannes Pernack
Der erste Schulpastoral-Kongress im Erzbistum Paderborn findet vom 4. bis 5. September 2019 im Forum St. Liborius in Paderborn statt.
Am Mittwoch beginnt der erste Schulpastoral-Kongress im Erzbistum Paderborn. Mehr als 100 Menschen treffen sich im Forum St. Liborius in Paderborn, um über Gott und den Glauben zu sprechen – was oft gar nicht so leicht ist. „Hand aufs Herz. (Selbst-)Verständlich von Gott reden“ ist das Treffen überschrieben. Johannes Pernack und Hans-Bodo Markus aus der Abteilung Schulpastoral des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn geben im Interview als Mit-Organisatoren einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung.
Pernack: Ich nehme mir oft vor, bewusst und möglichst selbstverständlich über Gott zu reden. Aber das fällt im durchgetakteten Schul- oder Berufsalltag nicht immer leicht. Gerade spontane Situationen, die zwischen Tür und Angel plötzlich in die Tiefe gehen, finde ich herausfordernd: genau hier authentisch von Gott und vom Glauben zu sprechen.
Markus: Das Reden über Gott und den eigenen Glauben ist etwas sehr Persönliches. Nicht immer kann ich meinen Glauben angemessen in Worte fassen. Der Glaube ist für mich ein starkes Gefühl, das ich ausstrahlen möchte, damit andere erkennen, dass wir Christen von einer besonderen Hoffnung leben, die unser Leben trägt und uns Kraft gibt.
Pernack: Die Möglichkeit zur Vernetzung so vieler Menschen, die im Bereich Schule tätig sind, gab es meines Wissens in dieser Form im Erzbistum noch nicht. Der Kongress bietet die Chance zur persönlichen Auseinandersetzung, aber besonders zur Vernetzung und zum Perspektivwechsel. Wir hoffen, hilfreiche Anstöße zu geben, die in den Schulalltag weitergetragen werden.
Markus: Wir wollen mit Hilfe ganz unterschiedlicher Referentinnen und Referenten versuchen, in aller Selbstverständlichkeit über Gott und den eigenen Glauben ins Gespräch zu kommen. Dabei sollen möglichst viele unterschiedliche Lebenswirklichkeiten der Teilnehmenden in den Blick kommen.
“Der Kongress bietet die Chance zur persönlichen Auseinandersetzung, aber besonders zur Vernetzung und zum Perspektivwechsel. Wir hoffen, hilfreiche Anstöße zu geben, die in den Schulalltag weitergetragen werden.”
Johannes Pernack
Markus: In den Veranstaltungen unserer Abteilung haben wir gemerkt, dass es für uns immer schwieriger wird, ganz selbstverständlich über unseren Glauben mit anderen ins Gespräch zu kommen. Das war für uns der Anlass, einen Kongress zu diesem Thema vorzubereiten.
Pernack: Gehofft hatte ich darauf, damit gerechnet nicht. Wir sind als Abteilung wirklich froh, dass wir so großen Zuspruch finden mit einem Thema, das uns selbst persönlich und bei der Arbeit im Bereich der Schulen tief beschäftigt.
Pernack: Am ersten Tag wird Dompropst Monsignore Joachim Göbel als Leiter unserer Schulabteilung mit uns einen Gottesdienst feiern. Einleitende Vorträge von Experten aus Bereichen, in denen Gott und Glaube im Schulkontext spürbar werden, sorgen für fachlichen Input. In Workshops werden wir mit Fachreferenten praktisch arbeiten. Ziel ist es, alle miteinander ins Gespräch zu bringen, eben „selbstverständlich über Gott zu sprechen“: über unsere persönlichen Erlebnisse, Einstellungen, Fragen sowie unsere Erfahrungen und Anfragen aus den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern des Schullebens. Mit einer Band und schönen Möglichkeiten zum gemütlichen Beisammensein sollte das auch außerhalb der inhaltlichen Programmpunkte gut möglich werden.
Markus: Mit dem Dramaturgen und Regisseur Dr. Bernward Konermann versuchen wir, innerhalb von drei Stunden methodisch-kreativ die Kernpunkte unseres Glaubens zu beleuchten und miteinander darüber ins Gespräch zu kommen. Das werden spannende und intensive drei Stunden!
“In den Veranstaltungen unserer Abteilung haben wir gemerkt, dass es für uns immer schwieriger wird, ganz selbstverständlich über unseren Glauben mit anderen ins Gespräch zu kommen. Das war für uns der Anlass, einen Kongress zu diesem Thema vorzubereiten.”
Hans-Bodo Markus
Pernack: Dass wir alle uns durch eine positive Atmosphäre und interessante Impulse offen austauschen können. Dass wir uns anstoßen lassen, gemeinsam an den uns möglichen Stellen neu und ganz bewusst im Schulalltag über Gott und Glauben authentisch zu reden. Und vorher natürlich, dass für uns als Organisations-Team alles gut abläuft und klappt: von der Kaffeeversorgung bis zur Vortragstechnik.
Markus: Ich denke, dass es bei der Thematik schwierig ist, ein messbares Ergebnis zu formulieren. Wir erhoffen uns, dass die Teilnehmenden nach dem Kongress viel selbstverständlicher in ihrem beruflichen und privaten Alltag über Gott und ihren Glauben ins Gespräch kommen.