Ordensleben im Mittelalter bedeutete nicht immer Abgeschiedenheit von der Welt. Angesehene Ordensleute haben sich in den Dienst der Politik gestellt – nach heutigen Maßstäben nicht immer im guten Sinne. Doch gerade als Vermittler und Schlichter in Konflikten trugen manche einen fruchtbaren Beitrag zur Befriedung bei.
Kirchengeschichte im Diözesanmuseum
Zu den bekanntesten unter ihnen gehören Hugo von Cluny, Norbert von Xanten und Franz von Assisi. Hugo von Cluny wirkte beispielsweise maßgeblich im Streit zwischen Papst und Kaiser, der in den berühmten „Gang nach Canossa“ mündete. Norbert von Xanten konnte den Grafen von Cappenberg, dessen Ansehen aufgrund rechtlich zweifelhafter Taten geschädigt war, zu einer großen Sühneleistung bewegen. Der Graf verschenkte seinen Landbesitz was enorme Auswirkungen auf die westfälische Territorialpolitik nach sich zog. Und Franziskus von Assisi versuchte mit Predigt und Diplomatie, den Kreuzzug zu stoppen.
Der Vortrag beleuchtet Aspekte der von Papst und Kaiser bestimmten, machtpolitisch orientierten Reichskirchenpolitik. Im Unterschied dazu steht Franziskus, der ganz auf Gebet und missionarische Überzeugung setzte und dabei außergewöhnliche Aktionen durchführte.
Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Es gelten die 2G–Regel und Maskenpflicht. Anmeldungen telefonisch unter 05251/1251400 oder
per Mail museum@erzbistum-paderborn.de (Mailanmeldung nur bis 3. März 13:00 Uhr möglich) Weitere Informationen unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de