Für zusätzliche kulinarische Einblicke sorgen Lieblingsrezepte von Projektpartnern und Persönlichkeiten aus den Einsatzländern des Bonifatiuswerkes. Der isländische Bischof David Tencer steuert beispielsweise ein unkompliziertes Alltagsgericht mit Räucherlachs bei. „Wir müssen essen – das gehört zum Alltag. Aber der schöne Moment ist natürlich, wenn man gemeinsam das Essen zubereitet und anschließend miteinander am Tisch sitzt“, sagt er. Für ihn sei Kochen dabei weniger eine Leidenschaft als eine Notwendigkeit: Wenn am Wochenende niemand im Bischofshaus zum Kochen da sei, stehe er gemeinsam mit den anderen Priestern selbst am Herd. Gerade deshalb findet Tencer das Kochbuch interessant: „Die Rezepte kommen aus vielen verschiedenen Ländern und die Menschen, die sie beigesteuert haben, sind keine professionellen Köche. Aber wir alle kochen und genau das verbindet uns.“ Ein katholisches Gemeindemitglied aus Grönland stellt ein traditionelles Suaasat-Rezept vor. Die schwedische Botschafterin in Deutschland, Veronika Wand-Danielsson, ist mit einem fruchtigen Blaubeerkuchen vertreten.
Ergänzt werden die Rezepte durch kurze Länderinformationen und einen geistlichen Impuls über Gastfreundschaft, Gemeinschaft und den gemeinsamen Tisch. Dabei geht es um mehr als die Frage, was in den sieben Ländern gegessen wird. Das Buch erzählt von einer jungen, internationalen katholischen Kirche im Norden Europas, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen und eine Beheimatung finden.