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© Erzbistum Paderborn
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Studie zu Missbrauch im Erzbistum Paderborn erscheint im März 2026

Universität Paderborn veröffentlicht kirchenhistorische Untersuchung / Erzbistum Paderborn kündigt umfangreiche Informations- und Begleitangebote an

Die unabhängige kirchenhistorische Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn wird am Donnerstag, 12. März 2026, von der Universität Paderborn veröffentlicht und vorgestellt – das hat die Universität heute, 6. Februar 2026, angekündigt. Das Erzbistum Paderborn bestätigt diesen Termin und kündigt für die vertiefte Auseinandersetzung mit der Studie umfangreiche Informations- und Unterstützungsangebote an.

Professorin Dr. Nicole Priesching, Lehrstuhlinhaberin für Kirchengeschichte und Religionsgeschichte an der Universität Paderborn, und Projektkoordinatorin Dr. Christine Hartig haben die Studie seit 2019 erarbeitet. Untersucht wurden die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941-2002). Ein Großteil der bekannten Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn fällt in diesen Zeitraum.

Mehrstufige Kommunikation

Die kirchenhistorische Studie wurde unabhängig erstellt. „Es ist uns wichtig, die wissenschaftliche Arbeit und deren Ergebnisse zu würdigen“, erklärt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz für das Erzbistum Paderborn. Dazu ist eine mehrstufige Kommunikation geplant: Am Tag nach der Präsentation durch die Universität wird das Erzbistum Paderborn am Freitag, 13. März 2025, die Studie um 11.30 Uhr auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung einordnen. Beim Jahrestreffen von betroffenen Menschen im Erzbistum Paderborn am gleichen Nachmittag möchte Erzbischof Dr. Bentz mit den Betroffenen in Austausch über die Studienergebnisse gehen.

 

Regionalformate in der Fläche

Um unmittelbar nach Veröffentlichung der Studie die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen auch in der Fläche des Erzbistums zu ermöglichen, werden Erzbischof Dr. Bentz, seine Generalvikare Dr. Michael Bredeck und Thomas Dornseifer, der Interventionsbeauftragte Thomas Wendland sowie Mitglieder der Betroffenenvertretung zu drei regionalen Veranstaltungen in die Fläche des Erzbistums reisen: Am Sonntag, 15. März, ist ab 18 Uhr in Dortmund (Kongresszentrum, Goldsaal) ein Austausch möglich. Am Montag, 16. März, sind Interessierte ab 19 Uhr in Schmallenberg (Stadthalle, Großer Saal) zum Dialog eingeladen, am Dienstag, 17. März, ab 19 Uhr in Rheda-Wiedenbrück (A2 Forum, Kleiner Festsaal).

Weitere geplante Informations-, Kontakt- und Dialogmöglichkeiten werden noch bekanntgegeben.

Miteinander ins Gespräch kommen

„Die Veröffentlichung der Studie bewegt und verunsichert viele Menschen. Wir möchten mit möglichst vielen ins Gespräch kommen über die Ergebnisse. Das Thema Missbrauch ist ein Teil der Wirklichkeit unserer Kirche. Und es ist wichtig, darüber gemeinsam zu reden“, erklärt Erzbischof Dr. Bentz.

2023 wurde die kirchenhistorische Studie um die Amtszeit von Erzbischof em. Hans-Josef Becker (2003-2022) erweitert – die Ergebnisse dieses Teilprojekts werden voraussichtlich 2027 veröffentlicht.

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