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Spaltung entgegentreten

Herbstsitzung der Deutschen Kommission Justitia et Pax mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz / Internationale (Entwicklungs-)Zusammenarbeit stärken!

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax hat sich im Rahmen ihrer Herbstsitzung mit den Herausforderungen der internationalen Zusammenarbeit insbesondere im Feld der Entwicklungspolitik auseinandergesetzt. Die Kommission führte ein ausführliches Gespräch mit dem Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Niels Annen, über die Perspektiven der Bundesregierung für das Handlungsfeld der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Staatssekretär Annen legte den Plan zur Reform des BMZ dar und unterstrich die bleibende Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit. Die Kommission unterstrich, dass Entwicklungszusammenarbeit bei den Menschen ansetzen muss. Entsprechend sind die für das Selbstverständnis der meisten Menschen hoch relevanten Religionsgemeinschaften systematisch in die Überlegungen mit einzubeziehen. Grundsätzlich ist die Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit im breiteren Kontext der internationalen multilateralen Kooperationen zu betrachten. Es geht nicht um ein Sonderfeld sondern um wesentliche Aspekte der internationalen Handlungsfähigkeit.

Der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, resümierte: „Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass eine gut wirksame Entwicklungszusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Überwindung von Spaltungen und Konflikten leisten kann. Sie ist kein Luxus, sondern ein Gebot der politischen Vernunft. Entsprechend ermutige ich die Bundesregierung, dieses Themenfeld langfristig strategisch zu verstehen und zu stärken und Versuchungen zu widerstehen, das Ganze vor allem unter kurzfristigen ökonomischen Interessen zu betrachten.“

Weitere Themen der Kommissionssitzung waren die Landtagswahlen in Deutschland und das Fortschreiten des Autoritarismus sowie die Frage, was die päpstliche Enzyklika Magnifica humanitas zur KI für die weitere Arbeit der Kommission bedeutet.

Justitia et Pax

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden) wurde 1967 gegründet und versteht sich als Forum der katholischen Einrichtungen und Organisationen, die im Bereich der internationalen Verantwortung der Kirche in Deutschland tätig sind. Justitia et Pax ist deren gemeinsame Stimme in Gesellschaft und Politik und damit Akteurin des politischen Dialogs. Die Kommission erarbeitet kirchliche Beiträge zur Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik Deutschlands und entwickelt Konzepte für die internationale Arbeit der katholischen Kirche.

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