„Ganz persönlich und im Namen Deines Heimatbistums möchte ich Dir meine Segenswünsche zu Deinem Silbernen Bischofsjubiläum übermitteln und mich den zahlreichen Gratulanten aus Kirche, Caritas, Politik und Gesellschaft anschließen“, schreibt der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker seinem Amtsbruder in Nicaragua und fährt fort: „Ich erbitte Dir Gottes Kraft in Deinem weiteren priesterlichen und bischöflichen Dienst, insbesondere auch für Dein soziales Engagement.“ Bischof Hombach hat sich vor allem der armen Bevölkerung angenommen und sich mit großem Einsatz für Schulbildung und Häuserbau eingesetzt. Für sein Engagement erhielt er vor vier Jahren das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.
Jahrzehntelanges Engagement für Arme
„Gott vergelte Dir alles, was Du in fast 60 Jahren für arme und sozial benachteiligte Menschen und Gruppierungen in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern getan hast“, so der Paderborner Erzbischof in seinem Schreiben an Bischof Hombach. Gerade in der Corona-Krise, die auch vor den Grenzen Nicaraguas nicht Halt mache, wünschte er dem emeritierten Bischof von Granada und den ihm anvertrauten Menschen Kraft, Trost und Zuversicht.
Priesterweihe 1961
Bernhard Hombach wurde am 12. September 1933 in Krefeld geboren und wuchs in Hohenhain / Freudenberg auf. Er besuchte das Städtische Gymnasium in Olpe, bevor er mit 15 Jahren auf die Ordensschule der Weißen Väter in Rietberg / Hanau wechselte, wo er sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er katholische Theologie und Philosophie in Löwen. Hier empfing er 1961 die Priesterweihe.
Im Einsatz von Argentinien bis Venezuela
Nach kurzer seelsorgerischer Tätigkeit als Vikar in Castrop-Rauxel und als Seelsorger für spanische Christen in Siegen und in Dahlbruch ging er zunächst nach Argentinien und später nach Peru, Kolumbien und Venezuela. 1987 wechselte er nach Nicaragua, wo er zunächst als Pfarrer in Juigalpa wirkte und später zum Generalvikar der Diözese berufen wurde. Einige Jahre war er hier als Diözesanadministrator tätig. Von 1992 bis 1995 leitete er als Direktor die Caritas in Nicaragua.
Seit 1987 in Nicaragua
Der deutsche Botschafter in Managua überreichte ihm 1994 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Am 22. April 1995 wurde er von Kardinal Miguel Obando Bravo zum Bischof von Juigalpa geweiht. Auch der damalige Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt war zur Bischofsweihe von Bernhard Hombach nach Nicaragua gereist. Seit 2002 war Bischof Hombach Präsident der Caritas von Nicaragua. Am 7. Februar 2004 übernahm er als Bischof die Diözese Granada. Im Jahr 2010 wurde er als Bischof der Diözese Granada emeritiert.