Vita von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx
Erzbischof Reinhard Kardinal Marx wurde am 21. September 1953 in Geseke geboren. Dort legte er 1972 am Gymnasium Antonianum sein Abitur ab. Anschließend studierte er Theologie und Philosophie in Paderborn und Paris. Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt spendete Marx am 2. Juni 1979 in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche das Sakrament der Priesterweihe. Nach zwei Jahren als Vikar in Bad Arolsen wurde Marx Geistlicher Rektor des Sozialinstituts des Erzbistums Paderborn, der Kommende in Dortmund. Von 1981 bis 1989 studierte Marx in Münster und Bochum. Mit der Dissertation „Ist Kirche anders? Möglichkeiten und Grenzen einer soziologischen Betrachtungsweise“ wurde Marx zum Doktor der Theologie promoviert. 1989 wurde er Direktor der Kommende in Dortmund, Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1993 zum Päpstlichen Ehrenkaplan. Marx wurde 1996 Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät Paderborn.
Papst Johannes Paul II. ernannte Reinhard Marx am 23. Juli 1996 zum Titularbischof von Petina und Weihbischof in Paderborn. Am 21. September 1996 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn durch Erzbischof Degenhardt zum Bischof geweiht. Am 20. Dezember 2001 ernannte Papst Johannes Paul II. Weihbischof Dr. Reinhard Marx zum 102. Bischof von Trier, am 1. April 2002 wurde er im Trierer Dom in sein Amt eingeführt. Am 30. November 2007 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Erzbischof von München und Freising, am 2. Februar 2008 wurde er in dieses Amt eingeführt. Papst Benedikt XVI. ernannte Marx am 20. Oktober 2010 zum Kardinal und nahm ihn am 20. November 2010 in das Kardinalskollegium auf.
Von 2014 bis 2020 war Marx Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Von 2013 bis 2023 war Kardinal Marx Mitglied des Kardinalsrates, der Papst Franziskus bei der Leitung der Weltkirche beraten hat. Seit 2006 ist Marx Großprior der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, seit 2014 Koordinator des Vatikanischen Wirtschaftsrates.