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© Archiv-Foto: Erzbistum Paderborn / Gerd Vieler
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Segenswünsche zum 30. Bischofsweihejubiläum gehen nach München und Fulda

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz gratuliert zwei ehemaligen Paderborner Weihbischöfen / Erzbischof Reinhard Kardinal Marx und Bischof Heinz Josef Algermissen vor 30 Jahren in Paderborn zum Bischof geweiht

Die Weihe von gleich zwei Bischöfen war am 21. September 1996 für das Erzbistum Paderborn ein Top-Ereignis: Vor 30 Jahren empfingen Erzbischof Reinhard Kardinal Marx und Bischof Heinz Josef Algermissen im Paderborner Dom ihre Weihe zum Bischof. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz sendet zum 30-jährigen Bischofsweihejubiläum an die beiden ehemaligen Weihbischöfe in Paderborn Glück- und Segenswünsche nach München und Fulda. Der in Geseke geborene Kardinal Marx ist heute Erzbischof des Erzbistums München und Freising. Bischof Heinz Josef Algermissen wirkte von 1969 zunächst als Priester und bis 2001 dann als Weihbischof im Erzbistum Paderborn. Heute ist Heinz Josef Algermissen emeritierter Bischof von Fulda.

© Archiv-Foto: Erzbistum Paderborn / Gerd Vieler
Vor 30 Jahren, am 21. September 1996, empfingen Erzbischof Reinhard Kardinal Marx (l.) und Bischof Heinz Josef Algermissen (r.) in einer gemeinsamen Weihezeremonie im Paderborner Dom die Bischofsweihe. Der damalige Paderborner Erzbischof, Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt, spendete die Weihe.

In seinem persönlichen Schreiben an die beiden Bischofsweihe-Jubilare dankt Erzbischof Dr. Bentz jeweils für deren Wirken als Priester, Weihbischof und Bischof, dankt für deren mitbrüderliche Verbundenheit. Kardinal Marx würdigt der Paderborner Erzbischof als profilierten Experten insbesondere im Bereich der Sozialethik. Der in Geseke geborene Marx sei ein stolzer Sohn seiner Heimat geblieben: „Heimatverbundenheit, Gemeinschaft und Tradition liegen dir am Herzen. Du kennst deine Wurzeln, warst aber immer auch bereit, dich neu zu verwurzeln.“ Auch bei Bischof Heinz Josef Algermissen betont Erzbischof Dr. Bentz dessen stete Verbundenheit mit seinem Heimatbistum Paderborn, der durch den jährlichen Besuch des Libori-Festes sowie den Pfauenwedel in seinem Bischofswappen deutlich werde. Zum Ehrentag sendet der Paderborner Erzbischof Glück- und Segenswünsche in die Bonifatiusstadt.

Vita von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx

Erzbischof Reinhard Kardinal Marx wurde am 21. September 1953 in Geseke geboren. Dort legte er 1972 am Gymnasium Antonianum sein Abitur ab. Anschließend studierte er Theologie und Philosophie in Paderborn und Paris. Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt spendete Marx am 2. Juni 1979 in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche das Sakrament der Priesterweihe. Nach zwei Jahren als Vikar in Bad Arolsen wurde Marx Geistlicher Rektor des Sozialinstituts des Erzbistums Paderborn, der Kommende in Dortmund. Von 1981 bis 1989 studierte Marx in Münster und Bochum. Mit der Dissertation „Ist Kirche anders? Möglichkeiten und Grenzen einer soziologischen Betrachtungsweise“ wurde Marx zum Doktor der Theologie promoviert. 1989 wurde er Direktor der Kommende in Dortmund, Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1993 zum Päpstlichen Ehrenkaplan. Marx wurde 1996 Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät Paderborn.

Papst Johannes Paul II. ernannte Reinhard Marx am 23. Juli 1996 zum Titularbischof von Petina und Weihbischof in Paderborn. Am 21. September 1996 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn durch Erzbischof Degenhardt zum Bischof geweiht. Am 20. Dezember 2001 ernannte Papst Johannes Paul II. Weihbischof Dr. Reinhard Marx zum 102. Bischof von Trier, am 1. April 2002 wurde er im Trierer Dom in sein Amt eingeführt. Am 30. November 2007 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Erzbischof von München und Freising, am 2. Februar 2008 wurde er in dieses Amt eingeführt. Papst Benedikt XVI. ernannte Marx am 20. Oktober 2010 zum Kardinal und nahm ihn am 20. November 2010 in das Kardinalskollegium auf.

Von 2014 bis 2020 war Marx Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Von 2013 bis 2023 war Kardinal Marx Mitglied des Kardinalsrates, der Papst Franziskus bei der Leitung der Weltkirche beraten hat. Seit 2006 ist Marx Großprior der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, seit 2014 Koordinator des Vatikanischen Wirtschaftsrates.

Vita Bischof Heinz Josef Algermissen

Bischof Heinz Josef Algermissen wurde am 15. Februar 1943 in Hermeskeil bei Trier geboren. Nach dem Abitur 1963 studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg und Paderborn. Am 19. Juli 1969 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Zunächst wirkte er als Seelsorger in Bielefeld und Meschede. 1980 wurde Algermissen Pfarrer in Bielefeld-Schildesche, 1984 Dechant des Dekanates Bielefeld und 1991 Regionaldekan der damaligen Seelsorgeregion Minden-Ravensberg-Lippe. Von 1989 bis 1996 leitete er die Ökumene-Kommission des Erzbistums Paderborn, von 1994 bis 1998 war Algermissen geschäftsführender Vorsitzender des Paderborner Priesterrates.

Am 23. Juli 1996 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Labicum und Weihbischof in Paderborn ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 21. September 1996 durch Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt im Paderborner Dom. Im Mai 1999 wurde er ins Paderborner Metropolitankapitel berufen. Am 20. Juni 2001 wurde Heinz Josef Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Fulda ernannt und am 23. September 2001 in sein Amt eingeführt. Fast 17 Jahre leitete Bischof Heinz Josef Algermissen das Bistum Fulda. Papst Franziskus nahm am 5. Juni 2018 den mit Vollendung des 75. Lebensjahres von Bischof Algermissen angebotenen Amtsverzicht an.

Ein Beitrag von:
Pressereferent Team Presse

Thomas Throenle

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