Seit 2016 bemüht sich Monika Bianca Konegen um den Dialog der Religionen und hat die Initiative christlich-muslimischer Dialog in Brakel ins Leben gerufen. Die Veranstaltungsreihe hat das Ziel, zum Austausch über Bräuche und Brauchtümer anzuregen, die gegenseitig nur schwer verstanden werden. Dadurch sollen die Bedeutungen mit alltagspraktischen Beispielen erschlossen werden. Das Schwein spiele zum Beispiel in Deutschland eine große Rolle: Vom Essensteller bis zur Redewendung. „Spreche ich mit englischen Freunden, spielt das Schwein als Gericht kaum eine Rolle. Bei Muslimen ist das Schwein als Essen tabu“, so Konegen.
Gutes Feedback
Woher kommt die Redewendung „Schwein gehabt“ als Synonym für „Glück gehabt“? Eine Erklärung könnte sein, dass Familien, die im Mittelalter ein Schwein im Stall hatten, gut über den Winter kamen. „Gäste, die am Mittwoch zu uns kommen, werden viele Facetten kennenlernen. Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger erreichen“, richtet sich die Einladung auch gerade an die muslimischen Mitbürger. Über die bestehenden guten Kontakte habe man schon ein gutes Feedback bekommen, freut sich Monika Bianca Konegen.
„Wir müssen in Kontakt kommen, weil die Gesellschaft immer mehr polarisiert. Ich bin der Meinung, dass wir mit den verschiedenen Kulturen ins Gespräch kommen müssen, um gemeinsam eine Gesellschaft zu gestalten. Dazu ist es wichtig, sich gut zu kennen, um den anderen besser zu verstehen. Und da, wo es Unterschiede gibt, muss man sich mit Respekt begegnen“, so Konegen. Dabei dürfe es nicht um darum gehen, jemanden zu vereinnahmen, sondern gegenseitiges Verständnis zu entwickeln.