Der Musikverein der Kolpingsfamilie Bad Lippspringe hat den Schusterpreis von Kolping Paderborn für das Jahr 2025 gewonnen. Damit wird besonders die Jugendarbeit des Vereines ausgezeichnet. Mit dem Schusterpreis ist ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro verbunden. Der gemeinsame zweite Platz und jeweils 350 Euro Preisgeld geht an die Kolpingjugend Lügde für ihre offenen Hutkonzerte im Klosterkeller und die Kolpingsfamilie Rietberg für das Vater-Kind-Zeltlager, das jedes Jahr auf dem Gartenschaugelände stattfindet. Der Schusterpreis wurde am Samstag (25. Juli) im Rahmen des Libori-Festes in Paderborn verliehen.
Schusterpreis und 1.500 Euro Preisgeld gehen an Musikverein der Kolpingsfamilie Bad Lippspringe
Das ist der Schusterpreis
Die Kolpingsfamilien und Kolpingjugendgruppen im Diözesanverband Paderborn leisten seit Jahrzehnten gesellschaftspolitisch wichtige Arbeit – und das ehrenamtlich. Alle zwei Jahre werden herausragende Projekte mit dem Schusterpreis gewürdigt. Er wird verliehen durch das Kolping-Bildungswerk Paderborn und die Adolph Kolping Stiftung Paderborn. Ein Gremium aus Mitgliedern des Kuratoriums der Stiftung (2 Personen), des Aufsichtsrates des Kolping Bildungswerkes Paderborn (2 Personen) und des Diözesanvorstandes des Diözesanverbandes Paderborn (3 Personen) entscheidet als Jury über die Preisträger.
Das sind die Preisträger im Detail
Der Musikverein der Kolpingsfamilie Bad Lippspringe hat im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Knapp 70 Aktive sind im Hauptorchester dabei, sagt Schriftführer Jens Kamp. Sie spielen rund 30 Auftritte pro Jahr, „vom Schützenfest bis zum Gottesdienst.“ Der Nachwuchs wird vom Grundschulalter an gefördert, mit der wöchentlichen Probe des Jugendorchesters und je nach Instrument mit weiteren bis zu drei Unterrichtsstunden pro Woche. „Eine Herausforderung ist es, die Kinder und Jugendlichen bei uns zu halten“, berichtet Jens Kamp. „Zum einen lassen lange Schulzeiten weniger Zeit für Hobbys. Zum anderen verlassen einige Jugendliche die Stadt zur Ausbildung oder zum Studium.“ Das Preisgeld soll vor allem in die Anschaffung und Wartung der Instrumente und der Uniformen fließen, aber auch „in die gute Stimmung und ein paar Süßigkeiten.“
Die Kolpingjugend Lügde hat vor zwei Jahren einen offenen Jugendtreff im Klosterkeller gegründet. Dort sind schnell die offenen Hutkonzerte entstanden. Lokale und regionale Bands treten auf. Der Eintritt ist frei. Nach den Konzerten geht ein Hut herum, in den die Zuhörer werfen können, was sie für die Band angemessen halten. Bis zu 80 Personen fasst der Klosterkeller, der bei den Konzerten meist gut besucht ist. Der nächste Termin ist Freitag, der 9. Oktober, um 19 Uhr. Dann treten „Jenseits“ und „Hey Na“ im Lügder Klosterkeller auf.
Die Kolpingsfamilie Rietberg freut sich seit Jahren über zahlreiche Väter mit ihren Kindern beim inzwischen schon traditionellen Vater-Kind-Zeltlager auf dem Gartenschaugelände. Ein Wochenende lang stehen Abenteuer und gemeinsame Erlebnisse auf dem Programm. In diesem Jahr fand das Zeltlager während der Hitzewelle Ende Juni statt. Auch darauf wusste die Kolpingsfamilie eine Antwort: Kurzfristig wurden die Aktivitäten in die späten Abendstunden verlegt. Auch für 2027 ist ein Vater-Kind-Zeltlager geplant.
Der nächste Schusterpreis für Projekte des Jahres 2027 wird 2028 verliehen. Bewerbungen und Nominierungen werden zu gegebener Zeit über die Internetseite www.kolping-paderborn.de möglich sein.