„Was die Kolpingjugend Bigge geleistet hat, ist beachtlich“, hob Lothar Heimann, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Kolping-Bildungswerkes Paderborn, in seiner Laudatio hervor. Unter dem Projekttitel „Vereinsarbeit 2.0“ hat die Kolpingjugend verschiedene Projekte summiert. Zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den örtlichen Messdienerinnen und Messdienern, vor Ort und in den sozialen Medien inzwischen als „Bigger Jugend“ bekannt. Dadurch ist es gelungen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wieder in großer Zahl für Aktionen zu begeistern. Aber auch die Angebote während der Corona-Pandemie, unter anderem eine digitale Prunksitzung zu Karneval mit rund 300 Teilnehmenden und ein Escape-Room für das eigene Zuhause.
Ebenfalls für preiswürdig hielt die Jury die Aktivitäten der Kolpingsfamilie Bruchhausen (Ruhr) während der Corona-Pandemie. Hier wurden unter anderem Kugeln verkauft, mit denen die Menschen im Ort unter den jeweils geltenden Einschränkungen Spiele spielen konnten. Für den Bau der Spiele konnte die Kolpingsfamilie regionale Unternehmen als Sponsoren gewinnen. „Ein herausragendes Beispiel dafür, wie viel Kreativität die Pandemie hervorgebracht hat“, lobte die Vorsitzende der Adolph-Kolping-Stiftung Paderborn, Regina Schafmeister, in ihrer Laudatio.
Zwei Sonderpreise vergeben
Insgesamt hatten sich zehn Kolpingsfamilien und Ortsgruppen der Kolpingjugend aus dem Diözesanverband Paderborn um den Schusterpreis beworben. Zwei Sonderpreise und jeweils 600 Euro Preisgeld gingen nach Helmeringhausen und Hövelhof.
Die Kolpingsfamilie Hövelhof wurde für ihr Projekt „Brot&Mehr“ ausgezeichnet. Seit 2008 gibt sie sie (anfangs in Kooperation mit der örtlichen Caritas) Lebensmittelspenden von örtlichen Supermärkten an bedürftige Menschen aus. Zwischen 80 und 170 Haushalte, zeitweise mehr als 350 Personen, wurden und werden regelmäßig ein Mal pro Woche versorgt.
„Kolping to go“ hat die Kolpingsfamilie Helmeringhausen (Olsberg) ihre Aktivitäten während der Corona-Pandemie genannt. Verschiedene Aktionen, unter anderem ein „Nikolaus-Drive-In“ am 6. Dezember 2020, waren der Jury ebenfalls einen Sonderpreis wert.