Anja Butschkau (SPD) liess sich mit Alex von Pfarrer Stefan Tausch in der Rikscha fahren, Jens Kamieth (CDU) und Volker Baran (SPD) traten am Kicker gegeneinander an. Wobei die Konzentration der beiden Landtagskandidatinnen und -kandidaten ein bisschen unter den unter den Gesprächen mit ihren jugendlichen Mitspielern litt. Kreative Wege ging die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW (LAG) vor der Wahl, um im Bernhard-März-Haus des Caritasverbandes Dortmund Politiker und junge Erwachsene zum Thema „Jugend braucht Chancen“ miteinander ins Gespräch zu bringen. Ein gelungenes Experiment im Vergleich zu den üblichen Podiumsveranstaltungen, so fasste es Ulrich Reuter (FDP) für alle teilnehmenden Kandidatinnen und Kandidaten zusammen: „Zehn Minuten Gespräch hier waren viel gewinnbringender, hier sind wir nah an den Menschen.“
Digitales und Bildung im Fokus der Jugend
Insgesamt ging es natürlich um die Frage, „welche Perspektiven braucht die Jugend und welche Politik ermöglicht Chancen“, wie es der Paderborner Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig, Vorsitzender des LAG-Ausschusses Arbeit/Arbeitslosigkeit, zu Beginn sagte. In einer Reihe von Veranstaltungen zur Wahl der Freien Wohlfahrtspflege NRW hatte die Caritas das Thema Jugend übernommen. Die hier wichtigen Aspekte sprach Lüttig gleich an mit digitaler Teilhabe und dem Übergang von der Schule in den Beruf.
Dazu waren die Folgen der Corona-Pandemie immer wieder Thema. Wolfgang Jörg (SPD), der das Format „cool“ fand, benannte die Corona-Folgen als „größte Baustelle“ der Politik. Jugendliche müssten wieder normal leben und Spaß haben können, um aus „guter Laune heraus motiviert zu sein, sich einen Beruf zu suchen.“