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© Photo Kozyr / Shutterstock.com
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Reden hilft – Konflikte angehen

Neue Konfliktanlaufstellen in den Dekanaten bieten schnelle Hilfe in der Nähe

Ab sofort gibt es in den 19 Dekanaten des Erzbistums Paderborn ein weiter entwickeltes Angebot: Menschen, die auf der Ebene einer Kirchengemeinde oder innerhalb einer kirchlichen Einrichtung von einem Konflikt betroffen sind, können sich an die auf der Dekanatsebene eingerichteten Konfliktanlaufstellen wenden. Das Ziel: Konflikte frühzeitig und ortsnah zu bearbeiten und so zu verhindern, dass sie größer werden oder gar eskalieren.

Besetzt sind die Anlaufstellen mit Mitarbeitenden in den Dekanaten, die man per E-Mail oder telefonisch erreichen kann. Sie unterstützen direkt bei Differenzen und Meinungsverschiedenheiten zwischen Akteuren in der Kirchengemeinde, wenn diese in maximal drei Gesprächen gelöst werden können. Wenn sich Menschen wegen schwerwiegender oder schon lange bestehender Konflikte an die Stellen wenden, werden geeignete Ansprechpartner vermittelt. Damit bauen die Dekanate ein Angebot aus, für das sie bereits in der Vergangenheit Verantwortung hatten.

Das Angebot der Konfliktanlaufstellen auf Dekanatsebene steht allen Rat- und Hilfesuchenden aus den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen offen – egal ob als Hauptamtliche, Ehrenamtliche oder als Mitglied einer Gemeinde oder einer Einrichtung.

Im Gespräch bleiben

Mit den neuen Konfliktanlaufstellen geht das Erzbistum Paderborn einen weiteren Schritt auf seinem Weg zu einem professionellen Beschwerde- und Konfliktmanagement. „Wir wollen damit die Möglichkeit schaffen, Konflikte möglichst frühzeitig zu bearbeiten“, erläutern Thomas Wendland als Leiter des Beschwerde- und Konfliktmanagements und Gunther Landschütz als Leiter der Beratungsdienste. Die Erfahrung zeige, dass es mit zunehmender Dauer eines Konfliktes immer schwieriger wird, ihn zu lösen. Das Problem wird immer komplexer, immer mehr Personen mischen sich ein. „Bleibt man aber im Gespräch und geht in die Auseinandersetzung, kann man eine solche Eskalation vermeiden. Oft ist dafür eine dritte, unterstützende Instanz hilfreich, wie es sie jetzt in den Dekanaten gibt“, erklärt Thomas Wendland.

Vorreiterrolle für das Erzbistum

Nicht ohne Stolz weist Wendland darauf hin, dass das Erzbistum Paderborn mit diesem Angebot eine Vorreiterrolle innehat: „Wir sind die erste Diözese in Deutschland, die eine solche Dienstleistung schon in den Dekanaten anbietet und jetzt mit allen beteiligten Akteuren weiter entwickelt hat. Jetzt hoffen wir, dass sie gut angenommen wird und dass bei den Menschen vor Ort das Vertrauen wächst, bei Problemen und Streitigkeiten nicht allein zu sein.“

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