Die anschließende Diskussion verlief jedoch deutlich harmonischer als es vermutlich bei Ratssitzungen zugeht. Einigkeit zwischen den Vertretenden aus der Politik und denen der Religionen bestand sogar in der direkt zu Beginn von Norika Creuzmann getätigten Aussage, dass der Staat überhaupt keine Religion benötige. Jun.-Prof. Dr. Idris Nassery brachte das Verhältnis zwischen Staat und Religion auf den Punkt: „Es bedarf eines Staates, der die Demut und Bescheidenheit hat, Religionen zu ermöglichen“. Denn – und da waren sich die Teilnehmenden auf dem Podium einig – die Religionsgemeinschaften können den Menschen etwas geben, was der Staat nicht kann. Sie sind eine Ressource für eine Stadt, die einen wichtigen Beitrag in Bezug auf die Bildung von Gemeinschaft und Gemeinwohl leisten kann.
Michael Dreier betonte, dass es ihm in seiner Amtszeit als Bürgermeister immer ein wichtiges Anliegen war, die Religionsgemeinschaften zusammenzubringen und aktuelle Themen mit diesen zu diskutieren. Dr. Lukas Wiesenhütter betonte in diesem Zusammenhang die Fähigkeit von Religionen Resonanzräume schaffen zu können.