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Qurbana verbindet Generationen

Immer mehr syro-malabarische Katholikinnen und Katholiken kommen im Erzbistum Paderborn zusammen, um die Eucharistie in der ihnen vertrauten liturgischen Form zu feiern. In der Paderborner Pfarrkirche St. Georg nahmen jetzt 140 Gläubige aller Generationen an einer Qurbana teil.

Immer mehr Katholikinnen und Katholiken aus Indien treffen sich im Erzbistum Paderborn regelmäßig zur Qurbana, der Eucharistiefeier im syro-malabarischen Ritus. Viele von ihnen nehmen weite Wege auf sich, um den Gottesdienst in ihrer Muttersprache und in der ihnen vertrauten liturgischen Form feiern zu können.

Weihbischof Matthias König lernte im Rahmen seiner Firmreise im Südsauerland eine dieser Gemeinschaften in Altenhundem kennen. Er zeigte sich beeindruckt von der lebendigen Glaubenspraxis der Gläubigen. Viele der Teilnehmenden sind junge Menschen, die als Studierende oder Pflegekräfte in der Region leben und arbeiten. Nach der Liturgie kommen sie häufig zu einem gemeinsamen Beisammensein zusammen, tauschen sich über ihre Erfahrungen aus und stärken einander im Glauben.

 

Es war beeindruckend zu erleben, mit welcher Selbstverständlichkeit diese jungen Menschen ihren Glauben leben und Gemeinschaft pflegen.

Weihbischof Matthias König

140 Gläubige feiern in Paderborn

Wie erfolgreich sich die Initiative entwickelt, zeigte sich am Sonntag, 19. Juli 2026, in der Pfarrkirche St. Georg in Paderborn. Dort feierten 140 Gläubige aller Generationen gemeinsam die syro-malabarische Liturgie.

Die Teilnehmenden kamen aus Paderborn und einem weiten Einzugsgebiet. Dass sie teilweise längere Anfahrtswege auf sich nehmen, macht nach Einschätzung von Weihbischof König deutlich, wie wichtig ihnen die Feier in ihrer Muttersprache und in der vertrauten Form ist. Die Qurbana bietet ihnen nicht nur eine geistliche Heimat, sondern schafft zugleich einen Ort der Begegnung und der Gemeinschaft.

Eine Gemeinschaft über Generationen hinweg

Die syro-malabarische Gemeinschaft in Paderborn wird von unterschiedlichen Generationen geprägt. Zu ihr gehören Christinnen und Christen aus dem südindischen Bundesstaat Kerala, die bereits seit fünf oder sechs Jahrzehnten in Paderborn leben. Viele von ihnen haben hier Familien gegründet und eine neue Heimat gefunden, ohne ihre kirchlichen und kulturellen Wurzeln aus dem Blick zu verlieren.

Katholische Traditionen aus Indien

Vielen Menschen in Deutschland ist kaum bekannt, dass es in Indien neben der lateinischen Kirche weitere katholische Kirchen mit eigenen liturgischen Traditionen gibt. Dazu gehören unter anderem die syro-malabarische und die syro-malankarische Kirche. Die meisten Katholikinnen und Katholiken aus Kerala, die heute im Erzbistum Paderborn leben und arbeiten, gehören der syro-malabarischen Kirche an.

Die Gläubigen werden auch als Thomaschristen bezeichnet, da sie den Ursprung ihrer Kirche auf die Verkündigung des Apostels Thomas zurückführen. Ihre Eucharistiefeier trägt den Namen Qurbana. Sie unterscheidet sich in ihrer Sprache, ihren Gebeten und ihren liturgischen Formen von der Messfeier des lateinischen Ritus.

Für viele Gläubige ist es von großer Bedeutung, den Gottesdienst und das Sakrament der Versöhnung in ihrer Muttersprache feiern zu können. Priester und Ordensschwestern aus der syro-malabarischen Kirche unterstützen die Gemeinschaften und sorgen dafür, dass regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Weihbischof König dankte ihnen ausdrücklich für ihren Einsatz und für die Begleitung der Gläubigen.

In der Pfarrkirche St. Georg an der Neuhäuser Straße in Paderborn wird die syro-malabarische Qurbana regelmäßig gefeiert. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Liturgie und die Gemeinschaft kennenzulernen.“

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