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Erzbistum Paderborn
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Priesterseminar zu Paderborn legt Finanzbericht vor

Erstmals testierter Jahresabschluss nach Handelsgesetzbuch / Ausrichtung auf Professionalisierung der pastoralen Berufe
Pressemeldung
16. Dezember 2020
Paderborn

Priesterseminar zu Paderborn legt Finanzbericht vor

Erstmals testierter Jahresabschluss nach Handelsgesetzbuch / Ausrichtung auf Professionalisierung der pastoralen Berufe

Die Stiftung Priesterseminar und Collegium Leoninum zu Paderborn folgt dem Weg der Transparenz der kirchlichen Rechtsträger im Erzbistum Paderborn und hat einen Bericht über die Finanzen des selbstständigen Rechtsträgers veröffentlicht. Basis dafür ist die Umstellung der Rechnungslegung auf die Standards des Handelsgesetzbuchs.

„Wir sind froh, dass wir mit der Stiftung über die personellen, räumlichen und finanziellen Grundlagen verfügen, um motivierte und engagierte junge Menschen auf den Seelsorgeberuf vorzubereiten“, sagt der Regens des Priesterseminars, Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer. „Die gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen haben sich erheblich gewandelt. Dem müssen wir mit einer Differenzierung der Ausbildung Rechnung tragen. Um dies langfristig zu sichern, kooperieren wir verstärkt mit anderen Bistümern und Einrichtungen der Pastoralausbildung.“

Unter dem Dach der Stiftung verantwortet das 1777 gegründete Priesterseminar die Ausbildung des Priesternachwuchses im Erzbistum Paderborn. Die heutige Struktur der Stiftung ist auf die anstehenden Entwicklungen ausgerichtet. So wurde 2019 das Theologenkonvikt Collegium Leoninum der Stiftung zugeordnet, das sich der studienbegleitenden Ausbildung der Priesteramtskandidaten widmet.

Immobilienbestand größter Teil des bilanziellen Vermögens

Die Stiftung finanziert ihren Haushalt im Wesentlichen aus Mieterträgen der Immobilien, die zum Campus des Priesterseminars gehören. Dort ist unter anderem auch die Paderborner Niederlassung der Katholischen Hochschule NRW angesiedelt.

Der Immobilienbestand, der mit 63,2 Millionen Euro bewertet ist, bildet den überwiegenden Teil des bilanziellen Vermögens von insgesamt 72,1 Millionen Euro. Die aus den nicht selbst genutzten Gebäuden erzielten Mieterträge von rund 1 Million Euro decken die laufenden Betriebskosten für Energie, Instandhaltung, Verpflegung und Dozentenhonorare. 2019 erhielt die Stiftung vom Erzbistum Paderborn Zuschüsse von 1,4 Millionen Euro zur Unterstützung von Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen. Die Ergebnisrechnung 2019 schließt mit einem Fehlbetrag von 0,1 Million Euro.

Der Jahresabschluss der Stiftung Erzbischöfliches Priesterseminar und Collegium Leoninum zu Paderborn wurde nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs aufgestellt und durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Finanzbericht ist auch auf der Website des Priesterseminars abrufbar.

 
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