„Der Geist Gottes setzt die Welt nicht in Brand, er entfacht ein Feuer der Liebe in den Herzen der Menschen. Heiliger Geist wirkt von innen her“, bekräftigte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in seiner Predigt im Pontifikalamt zum Hochfest Pfingsten, das er im Hohen Dom zu Paderborn feierte. „Dem Feuer der Menschenverachtung stellen wir das Feuer der Menschenwürde entgegen. Dem Feuer der Lüge und des ‚Me first‘ das Feuer der Wahrheit. Dem Feuer der Angst das Feuer des Vertrauens. Dem Feuer der Resignation das Feuer der Hoffnung“, rief der Paderborner Erzbischof den Menschen zu. Das festliche Pontifikalamt am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, feierte Erzbischof Dr. Bentz mit zahlreichen Gläubigen im Paderborner Dom, es wurde im Livestream übertragen. An Hochfest Pfingsten gedenkt die Kirche der Sendung des Heiligen Geistes und begeht ihr eigenes Geburtsfest: Die Entstehung der Kirche.
Heute sei sehr wohl bekannt, wie brennbar die Welt und wie brennbar Worte seien, entfaltete Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz im Pfingstgottesdienst. Ein Gerücht, ein Social-Media-Post, ein Satz, der Menschen verächtlich mache, „und schon greift etwas um sich“, schnell werde aus Angst Hass, aus Frust Verachtung, aus Kritik Zynismus, aus Identität Abgrenzung. Dabei kämen die heutigen Brandstifter nicht immer mit Benzinkanistern, warnte der Paderborner Erzbischof. „Manche kommen mit einfachen Erklärungen, manche mit der Lust an der Eskalation, manche mit religiöser Überheblichkeit, manche mit politischem Nationalismus, manche mit dem Geschäftsmodell Empörung, manche sagen: Ich zünde doch gar nichts an, ich stelle nur Fragen, ich sage doch nur, was man ja wohl noch sagen darf.“