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Erzbistum Paderborn
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Pfarrer Niemeier predigt über „Wein als Symbol für das Leben“

Rundfunkgottestdienst im Deutschlandfunk am Sonntag aus der Pfarrkirche St. Kilian Letmathe
Pfarrgemeinde
Pressemeldung
13. Januar 2022
Letmathe

Pfarrer Niemeier predigt über „Wein als Symbol für das Leben“

Rundfunkgottestdienst im Deutschlandfunk am Sonntag aus der Pfarrkirche St. Kilian Letmathe

Aus der Pfarrkirche St. Kilian in Letmathe überträgt der Deutschlandfunk (DLF) am Sonntag, 16. Januar 2022, ab 10.05 Uhr, live den katholischen Gottesdienst am zweiten Sonntag im Jahreskreis. Zelebrant ist Pfarrer Frank-Dietmar Niemeier. Die kirchliche Leitung des Radio-Gottesdienstes hat Monsignore Gregor Tuszynski, Beauftragter für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beim Erzbistum Paderborn.

 „Was er euch sagt, das tut.“

Mit Freude blickt die Gemeinde auf den Gottesdienst, in der die „Hochzeit von Kana“ (Joh 2,1-11)  als Tagesevangelium zentrales Thema sein wird. So wird auch Pfarrer Niemeier in seiner Predigt das Weinwunder aufgreifen, in dem Jesus nach biblischem Zeugnis Wasser in Wein wandelte. Dabei gehe es um mehr als nur die vordergründige Rettung des Festes. Der Wein, der in der Heiligen Schrift ein Symbol für Lebenssinn und Glaubenskraft sei, sei den Menschen im übertragenen Sinn ausgegangen, nicht als Getränk, sondern als spirituelle Kraft, als Lebensenergie, Lebenssinn, als Kraft des Glaubens. Daher setzt Frank-Dietmar Niemeier in der Predigt den Fokus auf das Wort der Mutter Jesu:  „Was er euch sagt, das tut.“

Nach gelungener Generalprobe folgte das Pech

Seit 15 Jahren ist Niemeier Pfarrer in Letmathe und darf zum zweiten Mal einen Rundfunkgottesdienst begleiten. „Bei Übertragungen sind wir durch das Live-Streaming der letzten Monate hier schon ein wenig erprobt“, macht sich der Pfarrer keine Sorgen über das technische Gelingen. Nur er selbst hat wenig gute Erinnerungen an die Rundfunkübertragung vor ein paar Jahren. Nach einer gelungenen Generalprobe am Samstag musste Niemeier am Sonntag bei der Live-Übertragung im WDR passen, weil er sich am frühen Morgen an der Hand verletzt hatte und ins Krankenhaus zum Spezialisten nach Hagen musste. Für ihn sprang dann Monsignore Gregor Tuszynski ein.

Bis zu 120 Gläubige dürfen am Sonntag in der Pfarrkirche mitfeiern. „Wir haben die Kirche immer offen gelassen für diese Anzahl Menschen und sind in den letzten Monaten damit sehr gut gefahren“, so Niemeier zu den Hygiene-Maßnahmen in der Kilianskirche, die als neugotische Hallenkirche die größte ihrer Art im Märkischen Kreis ist.

Verbundenheit zum Würzburger Dom

Eine besondere Verbundenheit zum Namenspatron St. Kilian zeigt der Sandsteinblock in der Pfarrkirche, den der Würzburger Weihbischof Ulrich Boom der Pfarrgemeinde geschenkt hat. Der rote Mainsandstein stammt aus der Krypta des Würzburger Kilian-Doms und war dort nach der Renovierung nicht mehr erforderlich. Der fast unbehauene Steinblock wurde in die Stele der Kiliansfigur eingearbeitet. Weihbischof Boom ist Letmathe besonders verbunden, weil seine Mutter aus der 25.000-Einwohner-Stadt bei Iserlohn stammt.

Mitwirkende des Rundfunkgottesdienstes in Letmathe:

Zelebrant und Predigt: Pfarrer Frank-Dietmar Niemeier, Diakon: Peter Trotier; Organist: Heinrich Mainka;  Kantorin und Gesang: Stephanie Krämer-Laame; Solisten: Astrid Müller (Geige), Lennart Müller (Trompete). Kirchliche Leitung: Monsignore Gregor Tuszynski; Hörertelefon: Diakon Trotier  und Gemeindereferentin Aleksandra Reichert (Tel.: 02374.9209571)

© Andreas Höttler
St. Kilian Letmathe

Hintergrund

Letmathe

Letmathe liegt im unteren Lennetal in einem von Massenkalk durchzogenen Gebirge Nordrhein-Westfalens. Durch Funde ist belegt, dass bereits zur Altsteinzeit Menschen im Raum Letmathe gelebt haben. Erstmals wird Letmathe um 1036 urkundlich erwähnt. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Letmathe ein kleines Bauerndorf. Eisenverarbeitung und Kalkabbau, später der Eisenbahnbau trieben die Entwicklung des Ortes voran und zogen weitere Industriezweige an. 1935 erhielt Letmathe das Stadtrecht. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen 6.000 Vertriebene aus den Ostgebieten nach Letmathe. Im Jahr 1975 schloss sich Letmathe mit Iserlohn zusammen. Besondere Sehenswürdigkeiten in Letmathe sind eine beim Eisenbahnbau entdeckte Tropfsteinhöhle, die „Dechenhöhle“ und die Felsformation „Pater und Nonne“.

St. Kilian

Die kath. Pfarrkirche St. Kilian in Letmathe, seit 2004 Sitz des Pastoralverbundes  im Erzbistum Paderborn, wurde von 1914 bis 1917 nach Plänen des Aachener Münsterbaumeisters Joseph Buchkremer im neugotischen Stil erbaut. Sie ist die größte Hallenkirche im Märkischen Kreis und dominiert mit ihrem 73 Meter hohen Turm das Stadtbild Letmathes, das seit 1975 zu Iserlohn gehört.

1253 wurde die Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt. Das für Norddeutschland ungewöhnliche Patrozinium des hl. Kilian (+689), der im Würzburger Raum gewirkt hatte, weist aber auf ein deutlich höheres Alter der Gemeinde hin. Da das Bistum Paderborn im 9. Jahrhundert den Würzburger Missionaren anvertraut war, brachten diese die Verehrung des hl. Kilian nach Westfalen. 1961 erhielt die Letmather Gemeinde eine Reliquie des hl. Kilian, die im Paderborner Dom wiederentdeckt worden war. Dafür wurde ein eigener Schrein geschaffen.

Besondere historische Stücke sind ein romanisches Kreuz von etwa 1200, das im Chorraum schwebende gotische Pestkreuz, dessen Corpus auf die Mitte des 14. Jahrhunderts datiert wird, kostbare Paramente aus dem frühen 18. Jahrhundert und die sog. Brabecksche Monstranz, im Kernbestand etwa 500 Jahre alt.

Ein Beitrag von:
Redakteur

Ronald Pfaff

 
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