Papst Leo XIV. hat am Mittwoch, 19. August 2026, das Rücktrittsgesuch von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, dem Bischof der Diözese Speyer, angenommen. Der 66-Jährige stammt aus Herford und hat einen großen Teil seines priesterlichen und bischöflichen Wirkens im Erzbistum Paderborn verbracht: Von 2002 bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Speyer war er Weihbischof in Paderborn. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz würdigt Bischof Wiesemann als sensiblen und theologisch fundierten Gesprächspartner, der den Fragen der Menschen und den Herausforderungen der Kirche nie ausgewichen sei.
„Mit großer Dankbarkeit blicken viele Menschen im Erzbistum Paderborn auf die Jahre zurück, in denen Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hier als Priester und Weihbischof gewirkt hat. Bis heute sind persönliche Begegnungen und geistliche Impulse mit ihm lebendig“, erklärt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Auch über Paderborn und später Speyer hinaus habe Bischof Wiesemann Verantwortung für die Kirche in Deutschland übernommen, „besonders als Jugendbischof und als Vorsitzender der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz“.
Papst Leo XIV. nahm das Rücktrittsgesuch am Mittwoch an. Bischof Wiesemann hatte den Papst aus gesundheitlichen Gründen um seine Entpflichtung vom Amt des Bischofs von Speyer gebeten. In einem Brief an die Gläubigen seines Bistums erklärte er, die Last der Verantwortung habe bei ihm körperlich und vor allem seelisch schwerwiegende Spuren hinterlassen. Seit März 2008 stand Bischof Wiesemann an der Spitze des Bistums Speyer.