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Ökumenischer Austausch im Haus der Kirche

Wie kann Kirche heute und in Zukunft die Menschen erreichen? Weihbischof König und Kirchenvertreter diskutierten in Siegen über gemeinsame Wege und ökumenische Projekte.

Wie kann Kirche zukünftig gestaltet werden? Wie kann sie die Menschen erreichen? Um diesen und weiteren Fragen nachzugehen, kamen jetzt Weihbischof Matthias König, Siegens Dechant Karl-Hans Köhle und Dekanatsreferent Michael Scheffel in das Haus der Kirche des Evangelischen Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein. Dessen neue Superintendentin Kerstin Grünert und Volker Schubert, Pfarrer in der Superintendentur, begrüßten die Gäste zum ökumenischen Austausch, der im Rahmen einer Firm- und Visitationsreise des Paderborner Weihbischofes im Siegerland stattfand. „Es war eine Freude, die neue Superintendentin des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein, Kerstin Grünert, besuchen zu dürfen“, sagt Matthias König mit Blick auf die Begegnung. Dabei sei greifbar geworden, „wie selbstverständlich und herzlich das ökumenische Miteinander ist. Es war bestärkend und frohmachend, diesen Austausch zu pflegen.“

Mit dem Zeitgeist gehen

Die Gesprächspartner nahmen in den Blick, was die beiden Volkskirchen bewegt. „Im Gespräch ging es um die Sorgen, die in beiden Kirchen das Leben bestimmen, aber vor allem um die gemeinsame Hoffnung, die der Glaube schenkt“, fasst der Weihbischof zusammen. „Wir haben miteinander besprochen, was die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung 6, die letztes Jahr erschienen ist, für uns bedeutet und wir den Ergebnissen begegnen können“, berichtet Kerstin Grünert. Gemeinsam überlegt wurde, wie und wo Ressourcen und Kräfte gebündelt und Synergieeffekte genutzt werden können. Konkret vorstellbar sei das bei gemeinsamen Projekten oder der Nutzung von Gebäuden, erklärte die Superintendentin. Als Beispiel führte sie die „Winterkirche“ in Erndtebrück an, dabei wurde sonntags im Wechsel jeweils nur ein Gotteshaus in der kalten Jahreszeit beheizt, das dann von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam genutzt wurde.
Außerdem diskutierten die Gesprächspartner die Frage nach äußeren Gestaltungsmöglichkeiten von Kirche-Sein und inwieweit man hier mit dem Zeitgeist mitgehen kann, ohne dass wichtige Bestandteile verloren gehen. Damit verbunden war auch das Thema Kasualien, also kirchliche Amtshandlungen wie Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen. „Als Kirche ist es uns ein Anliegen, Menschen in den unterschiedlichen Situationen und den Umbrüchen, in den schönen und schweren Momenten ihres Lebens, zu begleiten“, sagt Grünert.

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