Die NRW-Stiftung unterstützt die durchgreifende Neukonzeption der Dauerausstellung unter der Regie der Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus im Museum des Schlosses Corvey mit 20.000 Euro. Marianne Thomann-Stahl aus dem Vorstand des Fördervereins NRW-Stiftung übergab jetzt den Förderbescheid.
Die NRW-Stiftung schließt zusammen mit dem 2020 gegründeten „Förderverein Karolingisches Westwerk Corvey“ eine Finanzierungslücke von 25.000 Euro bei der Ausstattung der Dauerausstellung. Sie übernimmt den Löwenanteil dieses Betrages. Die verbleibenden 5000 Euro trägt der Verein. Daher übergab die ehemalige Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl den Förderbescheid jetzt an den Vorsitzenden Rudolf Jäger und an Schatzmeister Friedhelm Meyer.
„Das Jahrtausend der Mönche“
„Das Geld ist gerne gegeben“, signalisierte sie. Mit der Springladenorgel der barocken Abteikirche, dem Archäologischen Park Corvey und jetzt dem Relaunch der Dauerausstellung im Schloss habe die NRW-Stiftung Projekte unterstützt, die die Welterbestätte und den benachbarten Weserbogen zu einem attraktiven Ensemble machen. „Höxter ist insgesamt auf einem außerordentlich guten Weg, was die Aufbereitung musealer Inhalte mit modernen Mitteln angeht“, konstatierte Marianne Thomann-Stahl auch unter Einbeziehung des ebenfalls von der NRW-Stiftung geförderten Forums Jacob Pins und des neu eröffneten Forums Anja Niedringhaus im ehemaligen Heisterman-von-Ziehlbergschen Adelshof in der Westerbachstraße. Vermittlungskonzepte mit digitalen Tools sprächen junge Menschen an und seien es wert, unterstützt zu werden.
Der Einsatz moderner Medien ist ein wichtiger Baustein im Relaunch der Dauerausstellung unter Federführung von Professor Dr. Christoph Stiegemann. Die Schau im südöstlichen Flügel des Schlosses trägt den Titel „Das Jahrtausend der Mönche – Von der Gründung Corveys bis zum Goldenen Zeitalter“ und soll Ende Juni eröffnet werden. Sie startet 822, als Mönche aus dem westfränkischen Corbie ihr benediktinisches Leben im Weserbogen begannen. „Im ehemaligen Kapitelsaal am Ende des Kreuzgangs wird die frühe Gründungsgeschichte Corveys anhand von Originalen und digitalen Medien vertiefend präsentiert werden“, berichtet die an der Neugestaltung beteiligte Kunsthistorikerin Dr. Anne Veltrup. „Die Besuchenden können die erste Scheitelkapelle des Gründungsbaus mit ihrer einstmals farbenprächtigen Ausmalung in einer visuellen Anmutung erleben.“ Im gegenüberliegenden Stillen Winkel werde auf einer großen interaktiven Medienwand die wechselvolle Geschichte des Klosters von der Niederlassung am Weserbogen bis zur frühen Neuzeit in vier Kurzfilmen präsentiert.