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© Photo Kozyr / Shutterstock.com
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Neue Leitung für das Team Kunst im Erzbistum Paderborn

Dr. Holger Kempkens (49) folgt auf Professor Dr. Christoph Stiegemann (65) als Leiter des Diözesanmuseums

Das Erzbistum Paderborn freut sich auf Dr. Holger Kempkens (49) aus Bamberg als neuen Leiter des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn und des Teams Kunst im Erzbistum. Die Corona-Pandemie samt Verschiebung der Ausstellung „PETER PAUL RUBENS und der Barock im Norden“ führten dazu, dass Professor Dr. Christoph Stiegemann (65) als Direktor des Diözesanmuseums und Leiter der Fachstelle Kunst im Erzbistum Paderborn in die Verlängerung musste, denn eigentlich wäre er Ende Juni 2020 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Nachdem die Ausstellung am 25. Juli erfolgreich an den Start ging, steht nun der Nachfolger des umtriebigen Museums-Chefs fest: Dr. des. Holger Kempkens leitet seit 2012 das Diözesanmuseum Bamberg und hat zudem regelmäßig einen Lehrauftrag an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Zuvor war er lange in verschiedenen Ausstellungsprojekten in NRW unterwegs, zuletzt beim Bistum Münster als Kurator der Schau „Goldene Pracht – Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen“, die 2012 in Münster gezeigt wurde. Die offizielle Verabschiedung von Professor Dr. Stiegemann fand am 30. September statt, am 15. Oktober beendet er seinen Dienst. In einem Pressegespräch wurde Dr. Holger Kempkens von Generalvikar Alfons Hardt als Nachfolger von Professor Dr. Christoph Stiegemann vorgestellt.

Professor Dr. Christoph Stiegemann (li.) führt seinen Nachfolger Dr. Holger Kempkens zu seiner neuen Wirkungsstätte. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

„Mit den großen Sonderausstellungen, durch die unser Diözesanmuseum inzwischen zu einer veritablen Stimme im Chor der europäischen Museen wurde, aber auch mit der erfolgreich durchgeführten Inventarisierung der Kunstausstattung unserer Kirchen im Erzbistum hinterlässt Professor Dr. Christoph Stiegemann ein Erbe, das wohl bewahrt und weitergeführt werden soll“, betonte Generalvikar Alfons Hardt. „Mit Herrn Dr. Kempkens haben wir eine Persönlichkeit gefunden, die der westfälischen sakralen Kunst eng verbunden ist und die – aus der Arbeit für das Erzbistum Bamberg – um die Bedeutung von Kunst als Kulturträger in kirchlichem Umfeld und darüber hinaus weiß“, erklärte der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs.

„Ich freue mich außerordentlich, dass mit Herrn Dr. Kempkens ein Nachfolger gefunden wurde, der über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet überregionaler kunst- und kulturhistorischer Ausstellungen verfügt und für den auch die kirchliche Denkmalpflege bekanntes Terrain ist“, sagte Vorgänger Museumsdirektor Professor Dr. Christoph Stiegemann.

Dr. Kempkens, der seine Dissertation zum Thema „Die Zisterzienserklosterkirche Marienfeld und die Burgkapelle von Schloss Rheda“ verfasste, fügte hinzu: „Ich freue mich sehr auf mein neues Aufgabenfeld in Paderborn. Mit ihm kehre ich zugleich auch zu meinen westfälischen Forschungsschwerpunkten zurück.“ Dr. Holger Kempkens wird seinen Dienst in der westfälischen Bischofsstadt am 15. Oktober antreten.

Blick in die Zukunft – Pläne und Überlegungen

Dr. Kempkens ist in Köln aufgewachsen und hat in Bonn und Bamberg Kunstgeschichte, Historische Geografie, Denkmalpflege und Bauforschung studiert. Seit 2012 leitete er das Diözesanmuseum Bamberg. Er freue sich auf die neuen Aufgaben im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, sagte Dr. Kempkens im Pressegespräch. Durch sein Engagement in der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Museen sowohl durch die Zusammenarbeit bei verschiedenen Ausstellungsprojekten in Paderborn und Bamberg kenne er das Diözesanmuseum Paderborn. Die bewährte Ausstellungstätigkeit im Dreiklang von Kunst, Kultur und Religion solle fortgeführt werden im Erzbischöflichen Diözesanmuseum, schaut Dr. Kempkens in die Zukunft. Dabei seien auch neue Formate zu finden, beispielsweise indem Kunstwerke der Moderne in einen Dialog gebracht werden mit klassischen Werken der Kunst und Kultur.

Auf der Agenda für den neuen Leiter des Diözesanmuseums Paderborn stehe beispielsweise, das renommierte Museumsgebäude barrierefrei zu machen. Dr. Kempkens sprach von einem „großartigen Bauwerk, dessen spiralförmiger Aufstieg“ fasziniere. Der scheidende Museumsdirektor ergänzte, dass durch eine Machbarkeitsstudie verschiedene Lösungen in den Blick zu nehmen seien, um Barrierefreiheit zu schaffen. „Wir haben einen ausgewiesenen Experten gefunden, der die Leitung des Diözesanmuseums übernimmt und der neue Akzente setzen wird“, sagte Professor Dr. Stiegemann über seinen Nachfolger. Auf die Frage, ob er nicht sehr viel Respekt habe, in die großen Fußstapfen seines Vorgängers mit jahrzehntelanger Erfahrung zu treten, antwortete Kempkens: „Die Schuhe, die Professor Stiegemann hinterlässt, dürfen ja nicht verwaisen. Ich bringe Erfahrung und Motivation mit und ich bin ein Team-Player und freue mich darauf, mit einem guten Team weiter zu arbeiten“.

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