Elisabeth Wächter ist Küsterin, sie setzt sich für ein Seniorenheim für Frauen in Indien ein und war schon sehr häufig aktiv unterwegs. Im Gespräch zeigt sich: Die Fahrt nach Rumänien war einer von vielen Einsätzen der 75-jährigen aus Unna, die über ihren ehemaligen Hauptberuf als Erzieherin und Heilpädagogin in Kontakt mit den Salzkottener Franziskanerinnen kam. Diese bauten in den 90ern die Einrichtung in Caransebeș /Rumänien auf. Schon damals war die gebürtige Sauerländerin mehrfach mit dem Bulli vor Ort, brachte Hilfe.
Elisabeth Wächters Tun basiert auf persönlichem Vertrauen und lokaler Gemeinschaft. Seit einiger Zeit schenkt sie in ihrer Heimat zum Beispiel nach dem Gottesdienst Wein und alkoholfreie Getränke aus – gegen Spende. Menschen kommen ins Gespräch UND geben für andere, zum Beispiel in Rumänien. „Wir haben es hier so gut. Und die Dankbarkeit der Menschen vor Ort zeigt, wie christliche Solidarität Grenzen überwindet“, sagt die 75-Jährige. „In einer Welt, die oft von täglicher Hektik, von Traurigkeit, Unruhe sowie sozialen und emotionalen Herausforderungen geprägt ist, erscheinen Gesten der Güte wie warme Lichter, die die Herzen der Menschen erwärmen.“
Dank aus Caransebeș: „Beweis von Liebe und Fürsorge“
Ihre Eindrücke werden in einem Dankschreiben von Schwester Marie Therese Gabor gespiegelt: „Sie haben gezeigt, dass Solidarität, Mitgefühl und die Liebe zum Nächsten den Familien, die von Schwierigkeiten und Entbehrungen betroffen sind, Trost spenden können.“ Für die Familien in Caransebeș sei jede Spende weit mehr als ein Gebrauchsgegenstand gewesen: „Jedes einzelne Produkt, das großzügig gespendet und verpackt wurde, war und ist ein wahrer Beweis von Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit für die Kinder und älteren Menschen in Caransebeș und den umliegenden Dörfern“, schreibt Schwester Marie Therese und spricht einen Segen für alle Gebenden aus. Dort, wo Not den Alltag prägt, wurden Hoffnung, Wertschätzung und die Erfahrung vermittelt, nicht vergessen zu sein.