Laden...

logocontainer-upper
logocontainer-lower

„Mögen Sie für ein glückliches Jahr eingeschrieben sein!“

Erzbischof Becker richtet zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana Grußwort an jüdische Gemeinden im Erzbistum Paderborn


Erzbischof Hans-Josef Beckerpdp
Am 10. und 11. September 2018 feiern jüdische Gläubige das Fest Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest. Aus diesem Anlass hat Erzbischof Hans-Josef Becker ein Grußwort an alle jüdischen Gemeinden im Erzbistum Paderborn geschrieben. „Als Erzbischof der Erzdiözese Paderborn wünsche ich Ihnen, Ihren Gemeinden und Familien, dass Sie für ein glückliches Jahr eingeschrieben sein mögen!“, so der Erzbischof.

Hinter dem Wunsch, für ein glückliches Jahr eingeschrieben zu sein, steht die jüdische Lehre, dass zum neuen Jahr drei Bücher geöffnet werden: In einem sind die Menschen mit guten Taten verzeichnet, die die Zusage erhalten, das kommende Jahr zu erleben, in einem zweiten die Menschen mit schlechten Taten, denen der Tod verheißen wird, und in einem dritten die Mittelmäßigen, über deren Schicksal noch nicht entschieden ist.

Eine große Rolle spielt beim Fest Rosch Haschana auch Abraham, dessen Vertrauen auf Gott nach Darstellung der hebräischen Bibel so stark gewesen sei, dass er auf dessen Geheiß zur Opferung seines einzigen Sohnes Isaak bereit gewesen war. Auch darauf nimmt Erzbischof Becker in seinem Grußwort Bezug: „Ich wünsche Ihnen für das Jahr 5779, dass Ihr Glaube so stark wie der Abrahams sein möge und dass Sie wie er Segen durch unseren Schöpfer erfahren.“

Gleichzeitig erinnere Abraham an das Glaubensfundament, auf das sich Christen und Juden gemeinsam beziehen, so Erzbischof Becker weiter. „So wünsche ich jüdischen und christlichen Menschen Gelegenheiten zur Begegnung, zum Kennenlernen und zur Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen.“

Mit dem Fest Rosch Haschana beginnt für jüdische Gläubige eine zehntägige Zeit der Besinnung und Umkehr, welche in das bedeutendste jüdische Fest mündet, den Jom Kippur, den Tag der Versöhnung.

Bereits am Freitag hatte Reinhard Kardinal Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, allen jüdischen Mitbürgern Friedens- und Segenswünsche zum neuen Jahr übermittelt.

 

Im Folgenden dokumentieren wir das Schreiben von Erzbischof Hans-Josef Becker im Wortlaut:  

Liebe jüdische Gläubige,

in diesem Jahr feiern Sie am 10. und 11. September Rosch Haschana und begrüßen das jüdische Jahr 5779, um damit die zehn Tage der Besinnung zur Vorbereitung auf Jom Kippur zu begehen.

Als Erzbischof der Erzdiözese Paderborn wünsche ich Ihnen, Ihren Gemeinden und Familien, dass Sie für ein glückliches Jahr eingeschrieben sein mögen!

In einer der Festtagslesungen gedenken Sie, wie Abraham und Isaak der Weisung des HERRN folgten, wie sie Isaak für die Opferung vorbereiteten und wie durch herrliches Eingreifen der Widder geopfert wurde. Ich wünsche Ihnen für das Jahr 5779, dass Ihr Glaube so stark wie der Abrahams sein möge und dass Sie wie er Segen durch unseren Schöpfer erfahren.

Unser Stammvater Abraham möge uns auch daran erinnern, auf welches Glaubensfundament wir uns gemeinsam beziehen. So wünsche ich jüdischen und christlichen Menschen Gelegenheiten zur Begegnung, zum Kennenlernen und zur Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen.

Ich wünsche Ihnen frohe Festtage und Schana tova!  

Ihr

Hans-Josef Becker

Erzbischof

Weitere Einträge

© artin1 / Shutterstock.com

Unsere Nachrichten Pfarrer Paul Nikolajczyk verstorben

Das Erzbistum Paderborn trauert um Pfarrer i. R. Paul Nikolajczyk. Er starb am Mittwoch, dem 30. September 2026.
© Deutsche Bischofskonferenz / Marko Orlovic

Unsere Nachrichten Die deutschen Bischöfe positionieren sich zu KI

Übernimmt Künstliche Intelligenz bald das Kommando? Diese Frage stellten sich die deutschen Bischöfe auf ihrer Herbstvollversammlung in Fulda. Erzbischof Bentz plädierte für eine richtige Balance.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Unsere Nachrichten Eine katholische Art, Medizin zu leben?

Erzbischof Bentz besucht beim Amtssitzwechsel Kinderklinik, pflegende Ordensschwestern und Klinikseelsorge im Marien Hospital Witten
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0