Mehr als 18 Prozent der katholischen Menschen im Erzbistum Paderborn sprechen eine andere Muttersprache als Deutsch. In den “Gemeinden anderer Muttersprachen und katholischen Ostkirchen” feiern sie den Gottesdienst in ihrer Muttersprache, begehen gemeinsam Gemeindeaktivitäten, zelebrieren althergebrachte Traditionen und leben ihre Glaubensidentität als Teil des Erzbistums Paderborn. Am abschließenden Liborisonntag haben sie im Paderborner Dom gemeinsam Gottesdienst gefeiert und ihre Vielfalt zusammengetragen. So erklungen Lieder unter anderem in polnischer, italienischer und englischer Sprache. Die Lesungen erfolgten ebenfalls auf Polnisch sowie auf Ukrainisch. Die Verkündigung des Evangeliums folgte auf eine feierliche Evangeliumsprozession mit Weihrauchspende der Syro-Malabarisch katholischen Gemeinde. Der Gabenbereitung ging eine Prozession der afrikanischen Gemeinschaften mit Tanz und Gesang voraus. Nach der Kommunion drückte die tamilische Gemeinde Freude, Dank und Lobpreis durch einen traditionellen Tanz aus. Ein besonderer Moment der Vielfalt offenbarte sich im Vater-Unser-Gebet, das die Bischofskirche zeitgleich in verschiedenen Muttersprachen erfüllte.
Libori 2026 ist vorüber. Neun Tage der Begegnung und der gemeinsamen Feier des Glaubens liegen hinter uns. Libori hat uns über Kulturen hinweg geeint: Das Leitwort “mittendrin” trug uns durch die diesjährige Festwoche. Zahlreiche Gottesdienste brachten Menschen unterschiedlicher Lebenswelten zusammen – darunter Frauen, Familien, Ordensleute, das Landvolk, Schausteller, junge Menschen, ehrenamtlich Engagierte und hauptamtliche Einsatzkräfte, Menschen mit und ohne Behinderung – sie alle waren “mittendrin” und haben gemeinsam Libori gelebt. Den feierlichen Abschluss bildete der Internationale Gottesdienst der Gemeinden anderer Muttersprachen und katholischer Ostkirchen am zweiten Liborisonntag.
Gesänge, Gebete und Lesungen in verschiedenen Muttersprachen, sowie kulturübergreifende liturgische Traditionen verdeutlichten: Der katholische Glaube ist vielfältig und zugleich geprägt von der Einheit im gemeinsamen Glauben an Jesus Christus.