Unter der Leitung von P. Javier Aparicio Suarez OSB, dem Kongregationsprokurator, berieten Prokuratoren aus Deutschland (St. Ottilien, Münsterschwarzach, Schweiklberg, Jakobsberg), Österreich (Georgenberg), der Schweiz (Uznach) und Südkorea (Waegwan) über verschiedene Projekte und tauschten sich über aktuelle Entwicklungen des weltweiten Klosterverbandes aus. Der Missionsprokurator aus dem Kloster Schuyler in Nebraska (USA) schaltete sich digital dazu.
Die Prokuratorenkonferenz trifft sich halbjährlich in verschiedenen Klöstern der Missionsbenediktiner. Im Vorfeld haben Mitbrüder der Partnerklöster in Afrika, Asien und Lateinamerika Projektanträge eingereicht. Die Prokuratoren (das Wort leitet sich vom lateinischen „cura“ = Sorge ab) tragen Sorge dafür, dass die Spendengelder, die sie verwalten, ordnungsgemäß und nach den Wünschen der Spenderinnen und Spender eingesetzt werden. Hierbei ist ein partnerschaftlicher Austausch mit den Mitbrüdern und Projektverantwortlichen vor Ort wichtig, ebenso Besuche vor Ort, um sich ein eigenes Bild zu verschaffen und im Dialog mit allen Beteiligten zu guten und zukunftsweisenden Lösungen zu kommen.
Es werden vor allem Projekte in den Bereichen Bildung und Gesundheit gefördert. Die Kongregation unterhält verschiedene Schulen und Krankenhäuser, um allen Menschen eine gute Ausbildung und Gesundheitsvorsorge zukommen zu lassen. Das betrifft aktuell auch die Möglichkeit, Impfstoff gerade für die Menschen in Afrika zur Verfügung zu stellen und die Menschen über die Corona-Schutzimpfung aufzuklären, damit die Corona-Pandemie effektiv bekämpft werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft den Aufbau der jungen Gemeinschaften. So unterstützen die Missionsprokuren die jungen Gemeinschaften bei der Schaffung klösterlicher Bauten und Strukturen, damit die Brüder vor Ort zum Wohl der Menschen wirken können.
Neben der Beratung über aktuelle Projekte standen Informationen über aktuelle Entwicklungen in den Klöstern der Missionsbenediktiner im Vordergrund. Hierzu hat sich Abtpräses Jeremias Schröder OSB digital zugeschaltet. Er besucht zurzeit die Mitbrüder in der Abtei Inkamana in Südafrika. Er berichtete unter anderem über die Auswirkungen der Covid19-Pandemie, die alle Gemeinschaften weltweit betrifft, ebenso berichtete er von der Entwicklung der Gemeinschaften in Kolumbien, Venezuela, der jüngsten Gründung in Ägypten und der Gemeinschaft auf Kuba. Darüber wird regelmäßig in den Veröffentlichungen der Abtei und auf der Website www.koenigsmuenster.de berichtet.