Erzbischof Becker verwies zudem auf die Abteilung Religionspädagogik im Erzbischöflichen Generalvikariat: Sie sei für die Sicherstellung des Religionsunterrichts zuständig. Sie begleite und unterstütze die Lehrkräfte in allen Anliegen, Fragen, Problemen und Herausforderungen. „Hier stellen wir den Religionslehrerinnen und Religionslehrern kompetente Fachkräfte zur Verfügung, die ein offenes Ohr haben und mit ‚Rat und Tat‘ zur Seite stehen.“
Religionsunterricht
„Religion“ ist an Schulen in Deutschland ein ordentliches Unterrichtsfach. Lehrerinnen und Lehrer studieren an staatlichen Universitäten Theologie, um das Fach zu unterrichten. Im Erzbistum Paderborn besuchen rund 185.000 katholische Schülerinnen und Schüler an allen Schulformen den Religionsunterricht. Wöchentlich erteilen rund 5.400 katholische Religionslehrerinnen und -lehrer circa 18.500 Stunden katholischen Religionsunterricht an rund 1.550 Schulen. Ein Teil dieser Lehrkräfte unterrichtet an den 46 Katholischen Schulen in freier Trägerschaft, von denen 20 Schulen vom Erzbistum getragen werden.
Missio Canonica
Da die inhaltliche Verantwortung für den Religionsunterricht der Kirche obliegt, erhalten die Religionslehrkräfte zu ihren staatlich-fachlichen Qualifikationen eine kirchliche Beauftragung durch den jeweiligen Ortsbischof. Mit diesem Sendungsauftrag, der Missio Canonica beziehungsweise kirchlichen Unterrichtserlaubnis, leisten die vielen Religionslehrerinnen und Religionslehrer einen besonderen Dienst für die Kirche, die Gesellschaft und für die heranwachsende Generation: Sie stehen mit ihrer Person für das Evangelium vom Reich Gottes und sind damit Brückenbauer zwischen Kirche und Schule. Diese Zugehörigkeit zur Kirche zeigt sich in einer aktiven Teilnahme, die auch eine kritische Auseinandersetzung nicht ausschließt.
Unterstützung für Religionslehrkräfte
Der Bischof bietet den Religionslehrkräften in ihrer anspruchsvollen Vermittlungstätigkeit durch seine Fachabteilungen vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung an, beispielsweise Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Beratung oder Medienangebote. Dies fördert gegenseitiges Vertrauen und stärkt die Religionslehrerinnen und Religionslehrer in ihrem konkreten schulischen Dienst, den Schülerinnen und Schülern offen und entschieden, respektvoll und begleitend zu begegnen und auf diese Weise christlichen Glauben zu ermöglichen.