Mit einem Gottesdienst im Freiburger Münster ist am Sonntag die diesjährige Fastenaktion von MISEREOR eröffnet worden – überschattet vom Krieg in der Ukraine. Bis Ostern wird das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Aktion bei zahlreichen Veranstaltungen und Benefiz-Aktionen über seine Projekt-, Lobby- und Advocacy-Arbeit informieren und um Spenden werben. MISEREOR arbeitet in 87 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas mit Partnerorganisationen zusammen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten unter dem Motto „Es geht! Gerecht.“ stehen 2022 Projekte zur Anpassung an den Klimawandel in Bangladesch und auf den Philippinen sowie die gemeinsame Verantwortung für Wege zur globalen Klimagerechtigkeit. Der Gottesdienst wurde vom ARD-Fernsehen live übertragen.
Globale Solidarität
Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger schlug in seiner Predigt einen Bogen von den Krisen in Ländern des Globalen Südens zu den aktuellen schrecklichen Ereignissen in der Ukraine. Es sei vollkommen nachvollziehbar, dass die verheerenden Nachrichten aus Osteuropa die Menschen in Deutschland derzeit stark beschäftigten, Ängste und Verunsicherung auslösten. Aber: „Mag der Krieg in der Ukraine in unserem Denken und Fühlen auch das beherrschende Thema sein, so richten wir heute dennoch ganz bewusst unseren Blick auf die weltweite Not.“ Globale Solidarität dürfe auch angesichts der Kämpfe im Osten unseres Kontinents nicht in den Hintergrund rücken. Der Weg aus den verschiedensten aktuellen Notlagen durch die Erderhitzung sei nur gemeinsam möglich.