Das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit lädt unter diesem Motto dazu ein, sich gemeinsam mit Misereor-Projektpartnerinnen und -partner aus Kolumbien für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine gesunde Ernährung zu engagieren. Die Fastenaktion, bei der zwischen Aschermittwoch und Ostern nicht zuletzt um Spenden für die Arbeit von Misereor gebeten wird, dient auch der Selbstreflexion: Woraus lebe ich? Wie kann ich die Fastenzeit zur persönlichen Umkehr, zu individuellem und gemeinschaftlichen Engagement nutzen? Was können wir teilen?
Eröffnet wird die Fastenaktion in diesem Jahr im Bistum Speyer – und zwar im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes am Sonntag, 18. Februar, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Ludwig, Wredestraße 24, 67059 Ludwigshafen am Rhein, der auch live im ARD-Fernsehen verfolgt und mitgefeiert werden kann. In den Tagen zuvor finden in Kooperation mit dem Bistum Speyer und der Katholischen Akademie Rhein Neckar „Heinrich-Pesch-Haus“ verschiedene Veranstaltungen statt – etwa eine „Trommelreise“ zur Misereor-Solibrot-Aktion in Kindertagesstätten, Exkursionen zu landwirtschaftlichen Betrieben im Bistum Speyer und ein Mitsing-Konzert im Kulturzentrum „dasHaus“ in Ludwigshafen. Misereor-Partner aus Kolumbien werden an vielen Orten des Bistums präsent sein und authentisch über ihre Arbeit berichten. Zwei Gruppen von Wallfahrerinnen und Wallfahrern werden das Misereor-Hungertuch zum Ort der Eröffnung der Fastenaktion tragen.
Ideenreiche Spendenaktionen
In der Fastenzeit wird Misereor, das in 85 Ländern Afrikas und des Nahen Ostens, Asiens und Ozeaniens, Lateinamerikas und der Karibik mit Partnerorganisationen zusammenarbeitet, über seine Projektarbeit informieren und um Spenden bitten. Durchgeführt wird die Aktion von Gruppen in Pfarreien, Schulen, Verbänden und darüber hinaus mit Bildungs-, Lobby- und Advocacy-Arbeit sowie ideenreichen Spendenaktionen. Am 17. März, dem 5. Fastensonntag, werden dann in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands für die Arbeit von Misereor Spenden gesammelt.
Der Bischof von Speyer, Dr. Karl-Heinz Wiesemann, erklärte, in der Arbeit von Misereor – wie auch der anderen kirchlichen Hilfswerke – sei ein kirchlicher Leuchtturm zu sehen, „der unseren oft binnenkirchlich verengten Blick immer wieder aufbricht und wegweisende Impulse gibt. Durch die Arbeit von Misereor wird unmittelbar erlebbar, dass Kirche alle Begrenzungen durch Nation, Herkunft oder Sprache übersteigt, dass wir Weltkirche sind: eine weltumspannende Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern, die sich gegenseitig im Glauben stärken und bereichern, die füreinander verantwortlich sind und voneinander lernen können.“ Wiesemann verwies auf das umfangreiche Wirken seiner Diözese zugunsten des globalen Südens: „Unser weltkirchliches Engagement konkretisiert sich vor allem in der bereits über 40 Jahre alten Partnerschaft mit dem Bistum Cyangugu in Ruanda. Durch Pfarrei-Partnerschaften, durch die Entsendung junger Erwachsener (Freiwilliges Soziales Jahr), durch die Unterstützung sozialer Projekte (z.B. Aufbau eines Krankenhauses in Mibirizi), durch das Projekt Partnerschaftskaffee und durch vieles andere wollen wir Leben miteinander teilen, Anteil an den Sorgen und Hoffnungen des jeweils anderen nehmen, voneinander lernen, dem anderen in seinen Nöten beistehen und nicht zuletzt füreinander beten.“