Menschen, die in Senioren- und Pflegeheimen leben, würden die emotionalen Auswirkungen der Corona-Krise besonders schmerzlich spüren, schreibt Erzbischof Becker in seinem Brief. Auch unabhängig von der Corona-Pandemie würden Kinder oder Enkel nicht immer am gleichen Ort wie ihre pflegebedürftigen Angehörigen leben. „Hier gilt es, auch auf Dauer Brücken der Kommunikation zu bauen, um Einsamkeit zu begrenzen“, unterstreicht der Paderborner Erzbischof seine Motivation für die finanzielle Förderung der Einrichtungen.
Heilsame soziale Nähe
Jeder Einrichtung wird ein Pauschalbetrag von 5.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Die Förderung soll dazu dienen, dass insbesondere in Zeiten der Corona-Krise – aber auch darüber hinaus – die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen verbessert werden und so wieder heilsame soziale Nähe entstehen kann“, erläutert Erzbischof Becker.
Damit Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen ihre Angehörigen zumindest sehen und mit ihnen sprechen können, kann beispielsweise eine Ausstattung der Einrichtungen mit Tablets für Videokonferenzen oder auch mit Kontakt-Boxen beziehungsweise Kontakt-Containern sinnvoll sein.
Pauschalbeitrag für individuelle Maßnahmen
Jede Einrichtung kann den Pauschalbeitrag von 5.000 Euro individuell einsetzen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation für ihren spezifischen Bedarf zu entwickeln. Mit einem Förderantrag werden die jeweiligen Maßnahmen in den Einrichtungen benannt.
Der Einsatz, den zahlreiche Pflegende gerade jetzt mit ungebrochenem Engagement leisten, könne nicht hoch genug wertgeschätzt werden, schreibt Erzbischof Hans-Josef Becker zum Abschluss seines Briefes: „Mit großer Dankbarkeit für diesen Dienst hoffe ich, dass die finanzielle Unterstützung helfen kann, die enormen mentalen Belastungen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Heimen, aber auch bei den Mitarbeitenden zu reduzieren.“