„Die Idee stieß gleich zu Beginn auf großartige Resonanz und nach den ersten Übungsstunden hat sich schon das Ensemble zusammengefunden, erinnert sich Alexander Grötzner, der das Vorbild in den Posaunenchören der evangelischen Kirche gefunden hatte. Hier in der Diaspora Ostwestfalens sei die Entwicklung positiv gewesen, auch über die katholische Kirche Musikunterricht für Blasinstrumente nehmen zu können. Die Ausbildung in der Bläserklasse dauert zwei Jahre. „Wir haben jetzt bereits die dritte Gruppe in der Ausbildung, bisher aber nur Saxophon-Spielerinnen und -spieler.“
Gründung eines Fördervereins
Aufgrund des starken Interesses und der Anmeldezahlen wurde der Förderverein „Musica Sacra“ gegründet, über den die ersten eigenen Musikinstrumente zur Ausbildung angeschafft wurden. Knapp zwanzig Mitglieder habe der Förderverein, berichtet der Vorsitzende Simon Donike, der selbst auch zu den aktiven Musikern gehört. „Wir wollen die Kirchenmusik fördern und in allen Bereichen unterstützen“, so Donike. Dazu zähle sowohl die Nachwuchsförderung als auch öffentliche Auftritte im gesamten Pastoralen Raum. „Da unser Repertoire vielseitig ist, gibt es auch Anfragen aus dem weltlichen Bereich.“
Vielfalt des Instruments
Alle Kirchenchöre – außer die großen Domchöre – hätten heute einen schweren Stand, sich auf dem Markt der Freizeitmöglichkeiten zu behaupten, ergänzt Alexander Grötzner, der aber mit der Bläsermusik einen Treffer gelandet hat: „Das kommt an und es rücken interessierte Musikerinnen un Musiker nach.“ Der „Musica Sacra“-Idee kommt entgegen, dass das Saxophon ein sehr populäres Instrument geworden ist. „Wer Blockflöte spielen kann, kann auch das Saxophon-Spiel leicht umsetzen“, so Grötzner, der außerdem die „Vielfalt des Instruments“ als reizvoll sieht. Auch Kinder seien gut an das Holzblasinstrument heranzuführen, allerdings empfiehlt er, dass diese dann schon auf einer weiterführenden Schule seien: „Die zweiten Zähne sollten schon komplett da sein. Zudem muss das Gewicht des Instruments berücksichtigt werden, das mittels Trageriemen am Hals hängt.“