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© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

LWL-Kaiserpfalz künftig barrierefrei zugänglich

Vier neue Aufzüge ermöglichen behindertengerechten Zugang zu den sechs Ebenen des Museums / Feierliche Wiedereröffnung mit neuer Ausstellung am 15. Mai 2025

Das LWL-Museum in der Kaiserpfalz Paderborn ist künftig barrierefrei zugänglich. Mit dem Einbau von vier neuen Hubliften können Besucher und Besucherinnen alle Etagen des Museums ohne Einschränkungen erreichen. Damit setzen das Paderborner Metropolitankapitel als Gebäudeeigentümer, das Erzbistum Paderborn und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein deutliches Zeichen für mehr Inklusion und Teilhabe.

Das Gebäude der Kaiserpfalz erstreckt sich über sechs Ebenen, die ursprünglich ausschließlich über Treppen miteinander verbunden waren. Rollstuhlfahrer hatten keine Möglichkeit, eigenständig in die oberen oder unteren Bereiche zu gelangen. Als provisorische Zwischenlösung wurden vor einigen Jahren zwei Rampen eingebaut, die jedoch nur mit Hilfe genutzt werden konnten.

Denkmalgeschützte Pfalzanlage sorgt für aufwendige Planungen

Um eine dauerhafte Lösung zu schaffen, wurden nun insgesamt vier Hublifte installiert, die alle sechs Ebenen miteinander verbinden. Auch die Eingangstür der Kaiserpfalz wurde umgebaut, um den Zugang zu verbreitern und damit zu erleichtern. Eigentümer des Museumsgebäudes ist das Paderborner Metropolitankapitel. Stellvertretend für das Kapitel betonte Dompropst Joachim Göbel: „Wir sind dankbar, dass die Kaiserpfalz mit Mitteln des Erzbistums barrierefrei gestaltet werden konnte.“

Museumsleiter Dr. Martin Kroker hob die Bedeutung der Baumaßnahmen für das Museum hervor: „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, einen behindertengerechten Zugang in die Kaiserpfalz zu schaffen. Das 1978 eröffnete LWL-Museum in der Kaiserpfalz befindet sich in der denkmalgeschützten Pfalzanlage des 11. Jahrhunderts. Besonders aufwendige Planungen waren also nötig, um alle Räume des Hauses inklusiv zu erschließen.“ Kroker ist „froh und dankbar“, dass dies nun vor der Eröffnung der Ausstellung „775 – Westfalen“ am 15. Mai 2025 gelungen sei. „Beim Metropolitankapitel und dem Erzbistum mit seiner Bauabteilung möchte ich mich auch im Namen der LWL-Archäologie und unserer Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger für die gelungene Umsetzung der Arbeiten herzlich bedanken“, fügt Kroker an.

Aufzüge im Mai erstmals im Einsatz

Das Museum in der Kaiserpfalz wird vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) betrieben und zählt jährlich rund 15.000 bis 20.000 Besucher und Besucherinnen. Neben der Dauerausstellung mit archäologischen Funden und Rekonstruktionen aus der Zeit Karls des Großen und des Mittelalters wird der große Saal regelmäßig für Veranstaltungen des Erzbistums sowie für weitere öffentliche Events genutzt. Die verbesserte Barrierefreiheit kommt daher nicht nur den Museumsbesuchern und -besucherinnen, sondern auch vielen weiteren Menschen zugute.

Seit dem 27. Januar ist die Kaiserpfalz aufgrund von Umbauarbeiten geschlossen und die Aufzüge stehen noch still: Aktuell sind Handwerker, Grafiker, Restauratoren und Techniker mit dem Aufbau der großen Westfalenausstellung beschäftigt, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 15. Mai 2025 eröffnen wird. Das Thema der Ausstellung ist die „Geburtsstunde“ der Region vor 1.250 Jahren. Vom 16. Mai 2025 bis zum 1. März 2026 haben Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit, die Entwicklung Westfalens seit der ersten Erwähnung im Jahr 775 anhand von kunsthistorischen, historischen und archäologischen Exponaten barrierefrei auf rund 1.000 Quadratmetern zu bestaunen.

Ein Beitrag von:
Text und Bilder

Isabella Maria Struck

Bilder

Maria Aßhauer

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