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© Photo Kozyr / Shutterstock.com
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Liborius ist Zuflucht im Gebet

„Andachtsbilder und Gebetstexte zum Liborifest von 1622 bis 2020“ in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek

Der heilige Liborius bewegt an dem nach ihm benannten Volksfest mit dem berühmten Dreiklang von „Kirche, Kirmes und Kultur“ seit Jahrhunderten viele Menschen. Der Schutzpatron des Erzbistums Paderborn, des Domes und der Stadt ist aber für viele Menschen jenseits des Volksfest-Trubels Zuflucht und Ankerpunkt in Gebet und Andacht. Das zeigt eine aktuelle Ausstellung der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek (EAB) mit Andachtsbildern des heiligen Liborius. Noch bis zum 25. Oktober 2020 ist die Kabinettausstellung „Andachtsbilder und Gebetstexte zum Libori-Fest von 1622 bis 2020“ in den Räumen der EAB in der Leostraße 21 in Paderborn zu sehen.

Eine Ausstellung in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek präsentiert „Andachtsbilder und Gebetstexte zum Libori-Fest von 1622 bis 2020“. Bibliotheksdirektor Professor Dr. Hans-Walter Stork begutachtet hier Libori-Andachtsbilder, die an das Libori-Fest erinnern. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

„Am Libori-Fest 2020 wurde jetzt bereits das 65. Libori-Andachtsbild herausgegeben“, erklärt Bibliotheksdirektor Professor Dr. Hans-Walter Stork die seit 1955 ununterbrochen fortgesetzte Tradition des Libori-Bildchens. Das als Andenken für die Besucher des Libori-Festes sehr beliebte Bildchen gehört in die Reihe der sogenannten „kleinen Andachtsbilder“.

„Unsere Kabinettausstellung in der EAB beginnt mit der Präsentation der 65 bisherigen Libori-Andachtsbilder. Sie sind auch ikonographisch anspruchsvoll und deshalb sehenswert. Wir gehen mit der Ausstellung aber zugleich der Frage nach, seit wann es graphische Darstellungen des heiligen Liborius überhaupt gibt und wo diese verwendet wurden“, erläutert der Leiter der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek.

Kleingraphik zum Bestaunen

Zahlreiche Exponate, insbesondere aus der Zeit des Barock, zeigen graphische Darstellungen des heiligen Liborius, der in der Regel mit Nierensteinen auf einem Evangelienbuch und zudem mit einem Pfau als Attributen ausgestattet ist und so eindeutig zu identifizieren ist. Präsentiert werden Andachtsbilder und Gebetszettel, Buchillustrationen sowie großformatige Erinnerungsbilder, die zur Gruppe der sogenannten „Kleingraphik“ gehören. Liborius-Bilder dieser Kategorie gibt es seit 1648.

„Zahlreiche Künstler widmeten sich dem Liborius-Abbild, in Augsburg und Antwerpen, Düsseldorf und Paderborn, Florenz und Rom, wobei vom Kupferstich bis zur Lithographie viele Techniken angewendet wurden“, informiert Bibliotheksdirektor Professor Dr. Stork. Die Ausstellung zeige Exponate von 1622 bis heute.

Ausstellungsbesuch und Katalog

Der Besuch der Ausstellung im Foyer der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek und vor dem Lesesaal ist kostenfrei und während der Öffnungszeiten (10 bis 12.30 und 14.30 bis 16.30 Uhr) unter Beachtung der üblichen Corona-Schutzmaßnahmen unter Voranmeldung möglich (info@eab-paderborn.de, Tel. 05251 – 206 5808). Erzbischöfliche Akademische Bibliothek, Leostraße 21, Paderborn.

Der 236 Seiten umfassende, mit Farbabbildungen aller 91 Exponate ausgestattete Katalog ist in der Schriftenreihe der EAB als Heft 21 erschienen und gegen eine Schutzgebühr von 20,00 Euro in der Bibliothek erhältlich.

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