„Am Libori-Fest 2020 wurde jetzt bereits das 65. Libori-Andachtsbild herausgegeben“, erklärt Bibliotheksdirektor Professor Dr. Hans-Walter Stork die seit 1955 ununterbrochen fortgesetzte Tradition des Libori-Bildchens. Das als Andenken für die Besucher des Libori-Festes sehr beliebte Bildchen gehört in die Reihe der sogenannten „kleinen Andachtsbilder“.
„Unsere Kabinettausstellung in der EAB beginnt mit der Präsentation der 65 bisherigen Libori-Andachtsbilder. Sie sind auch ikonographisch anspruchsvoll und deshalb sehenswert. Wir gehen mit der Ausstellung aber zugleich der Frage nach, seit wann es graphische Darstellungen des heiligen Liborius überhaupt gibt und wo diese verwendet wurden“, erläutert der Leiter der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek.
Kleingraphik zum Bestaunen
Zahlreiche Exponate, insbesondere aus der Zeit des Barock, zeigen graphische Darstellungen des heiligen Liborius, der in der Regel mit Nierensteinen auf einem Evangelienbuch und zudem mit einem Pfau als Attributen ausgestattet ist und so eindeutig zu identifizieren ist. Präsentiert werden Andachtsbilder und Gebetszettel, Buchillustrationen sowie großformatige Erinnerungsbilder, die zur Gruppe der sogenannten „Kleingraphik“ gehören. Liborius-Bilder dieser Kategorie gibt es seit 1648.
„Zahlreiche Künstler widmeten sich dem Liborius-Abbild, in Augsburg und Antwerpen, Düsseldorf und Paderborn, Florenz und Rom, wobei vom Kupferstich bis zur Lithographie viele Techniken angewendet wurden“, informiert Bibliotheksdirektor Professor Dr. Stork. Die Ausstellung zeige Exponate von 1622 bis heute.