Büchereien seien offene pastorale Orte des Willkommens, des Austauschs und der Begegnung, sagt Elisabeth Lappe-Oeynhausen: „Sie stehen für die Aufgabe, den Menschen in seinen Lebensphasen und Lebensthemen individuell zu begleiten – von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter.“ Bereits die Kleinsten würden durch Bilderbücher und Vorleseaktionen für Geschichten begeistert. Ältere Kinder würden mit spannenden Erzählungen beim Lesen lernen in ihrer kognitiven Entwicklung unterstützt. „Wie die drastischen Leistungsrückgänge bei Grundschülerinnen und -schülern zeigen, ist das eine hochaktuelle Aufgabe“, erklärt Lappe-Oeynhausen. Nicht zuletzt würden die Büchereien Literatur zur Unterhaltung für junge wie ältere Menschen bieten, auch zu Lebensfragen und -krisen, wie zum Beispiel Krankheit, Tod und Trauer.
„Die ehrenamtlichen Büchereimitarbeitenden in unserem Erzbistum leisten Großartiges“, lobt die Leiterin der Büchereifachstelle, „denn sie kennen ihre Leserschaft, stellen benötigte Literatur bereit und vermitteln sie.“ Doch die Pandemie habe auch den Alltag der Büchereiteams verändert: Nicht alle Mitarbeitenden seien ins Team zurückgekehrt, erläutert Lappe-Oeynhausen. Die verbliebenen Ehrenamtlichen würden mehr Arbeit schultern: beim Thekendienst, bei der Medienbearbeitung oder in der Veranstaltungsarbeit. Daher wird in den Büchereiteams aktuell oftmals beraten, wie die gemeinsame Arbeit zukunftsfähig aufgestellt werden kann. „Diese Bemühungen unterstützt das Erzbistum Paderborn mit seinem Fonds ‘Ehrenamt fördern‘“, erklärt Elisabeth Lappe-Oeynhausen – etwa durch die Finanzierung von Teamtagen.