„Krippe und Kreuz gehören zusammen“, mahnte Weihbischof Matthias König in seiner Predigt am zweiten Weihnachtsfeiertag. Der 26. Dezember steht traditionell im Zeichen des Heiligen Stephanus, der, so erinnerte Weihbischof König: „für den menschgewordenen Gottessohn bis in den Tod ging“. Ebenso sei der Stephanustag der Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Christen, erklärte Weihbischof Matthias König, gehörten zu jener Gemeinschaft, die weltweit am meisten verfolgt werde.
„Derzeit werden über 300 Millionen Menschen weltweit verfolgt, weil sie an Jesus Christus glauben“, berichtete Weihbischof Matthias König den Gläubigen im Paderborner Dom. Das seien 15 Prozent aller Christen auf der Welt. Weihbischof Matthias König, der das Pontifikalamt am zweiten Weihnachtsfeiertag abhielt, stellte die Christenverfolgung ins Zentrum seiner Predigt und machte nicht nur auf das Leid der Christen in Nigeria und dem Kongo aufmerksam, wo es zu Genoziden an Christen käme. Auch in Europa, selbst hier in Deutschland seien Christen Anfeindungen und kirchliche Gebäude oftmals Vandalismus ausgesetzt. Christenverfolgung sei ein Thema, das in Deutschland medial wenig Aufmerksamkeit erfahre, merkte Weihbischof König an und bezog sich dabei auf einen Beitrag der unter dem Titel „Das fatale Schweigen über verfolgte Christen“ in der Tageszeitung WELT erschienen sei. Das Christentum, so König, tauche laut des Artikels von Gideon Böss medial vor allem auf, wenn es um Missbrauchsskandale gehe, um Aussteiger aus irren Jesussekten sowie um die Verkündigung der jährlichen Kirchenaustritte.