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© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
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Krippe und Kreuz

Weihbischof Matthias König feiert Pontifikalamt am zweiten Weihnachtstag und erinnert an Stephanus, den ersten Märtyrer des Christentums.

„Krippe und Kreuz gehören zusammen“, mahnte Weihbischof Matthias König in seiner Predigt am zweiten Weihnachtsfeiertag. Der 26. Dezember steht traditionell im Zeichen des Heiligen Stephanus, der, so erinnerte Weihbischof König: „für den menschgewordenen Gottessohn bis in den Tod ging“. Ebenso sei der Stephanustag der Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen. Christen, erklärte Weihbischof Matthias König, gehörten zu jener Gemeinschaft, die weltweit am meisten verfolgt werde.

„Derzeit werden über 300 Millionen Menschen weltweit verfolgt, weil sie an Jesus Christus glauben“, berichtete Weihbischof Matthias König den Gläubigen im Paderborner Dom. Das seien 15 Prozent aller Christen auf der Welt. Weihbischof Matthias König, der das Pontifikalamt am zweiten Weihnachtsfeiertag abhielt, stellte die Christenverfolgung ins Zentrum seiner Predigt und machte nicht nur auf das Leid der Christen in Nigeria und dem Kongo aufmerksam, wo es zu Genoziden an Christen käme. Auch in Europa, selbst hier in Deutschland seien Christen Anfeindungen und kirchliche Gebäude oftmals Vandalismus ausgesetzt. Christenverfolgung sei ein Thema, das in Deutschland medial wenig Aufmerksamkeit erfahre, merkte Weihbischof König an und bezog sich dabei auf einen Beitrag der unter dem Titel „Das fatale Schweigen über verfolgte Christen“ in der Tageszeitung WELT erschienen sei. Das Christentum, so König, tauche laut des Artikels von Gideon Böss medial vor allem auf, wenn es um Missbrauchsskandale gehe, um Aussteiger aus irren Jesussekten sowie um die Verkündigung der jährlichen Kirchenaustritte.

Bedrohte Glaubensfreiheit

Weiter beschrieb Weihbischof Matthias König die Erfahrungen einer Ordensschwester aus Myanmar. Diese habe ihm berichtet, dass die Regierung in der asiatischen Republik gezielt gegen Christen vorgingen und sie als Gegner des Regimes verfolgten.

Auch seine eigenen Erinnerungen an einen Besuch in der Volksrepublik China und an der Teilnahme eines Gottesdienstes in Shanghai schilderte Weihbischof König eindrucksvoll. Erschien es ihm zunächst gewöhnlich, während des Gottesdienstes von verschiedenen Menschen fotografiert zu werden, hätte die spätere Einordnung seiner Begleiter bedrohlich angemutet. „Das waren nicht unsere Freunde“, zitierte Weihbischof König deren Warnung.

Christenverfolgung habe weltweit zugenommen, mahnte König und wies auf die Erkenntnisse der Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa (OIDAC) hin. „Personenbezogene Übergriffe auf Christen und Morde haben 2024 in Europa zugenommen. Die am stärksten von antichristlichen Akten betroffenen Länder sind laut der Organisation Frankreich, das Vereinigte Königreich, Deutschland und Spanien“, zitierte Weihbischof Matthias König die Untersuchungsergebnisse der österreichischen NGO, die insgesamt über 2.200 Hassdelikte zählte, darunter Vandalismus, Brandanschläge, tödliche Angriffe und Diebstähle.

„Liebe Schwestern und Brüder, wir können uns nicht darauf ausruhen, dass Christenverfolgung weit, weit weg ist. Auch bei uns ist – zumindest ansatzweise – die Glaubensfreiheit subtil bedroht.“

Der Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen wird traditionell am Stephanustag, dem 26. Dezember begangen. Er macht darauf aufmerksam, dass Millionen Christinnen und Christen weltweit wegen ihres Glaubens diskriminiert, bedroht oder verfolgt werden.

Der Stephanustag erinnert an den heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer der Christenheit. Der Stephanustag verdeutlicht, dass der christliche Glaube von Beginn an Zeugnis, Haltung und manchmal auch Widerstand bedeutet.

© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
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Ein Beitrag von:
Referentin Team Presse

Isabella Maria Struck

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