Das gemeinsame Festmahl aus dem Lukuasevangelium steht im Mittelpunkt des Clowntheaters.pdp/ Ronald PfaffDas Clowntheaterstück „Köstlich – oder: Kommt, es ist alles bereit“ feierte am Mittwochabend eine gelungene Premiere im Pfarrheim Wenden und wird bis zum Wochenende noch durch das Südsauerland touren. Die Aufführung der fünf Kirchenclowns stellt ohne Worte – aber mit Musik – auf eine humorvolle Art das Gleichnis vom Festmahl (Lk 14,15ff) als Einladung Gottes dar.
Fünf Kirchenclowns und eine Pianistin in ökumenischer Verbundenheit spielen die biblische Geschichte vom großen Festmahl und sind in nächsten Tagen noch an folgenden Orten zu sehen: Kirche Mutterhaus der Franziskanerinnen Olpe (18. Oktober, 17 und 19.30 Uhr), St. Ursula Gymnasium Attendorn (19. Oktober, 17 und 19.30 Uhr), St. Clemenshaus Drolshagen (20. Oktober, 16 und 19.30 Uhr) sowie Pfarrkirche St. Michael Siegen (21. Oktober, 14 Uhr).
Die Kirchenclowns sind in unterschiedlichen Konfessionen zuhause – römisch-katholisch, evangelisch-uniert, evangelisch-methodistisch und freikirchlich-evangelisch. 2010 lernten sie sich zur ersten Versammlung der Kirchenclowns in Halle (Saale) kennen. Unter der Leitung von Steffen Schulz entstand das Clownstheaterstück zu einem der Zu-Tische-sitzen-Gleichnisse, die Jesus den einst religiös und gesellschaftlich führenden Kreisen erzählte. Alle sind gleichermaßen eingeladen, am Tisch des Herrn zu sitzen, das Reich Gottes mitzugestalten.
Mit der Entscheidung, das Gleichnis vom Festmahl zu spielen, drücken die fünf Kirchenclowns ihren Wunsch aus, dass sich alle Menschen an einen Tisch setzen, um miteinander zu reden, füreinander zu handeln und auch gemeinsam fröhlich zu sein. „Egal welcher Herkunft und welchen Glaubens. Gott lädt uns alle ein“, erklärt Clown Christophorus, der im „normalen Leben“ als Gemeindereferent im Pastoralverbund Wendener Land arbeitet.
Christoph Kinkel – alias Clown Christophorus – arbeitet als Gemeinderreferent im Pastoralverbund Wenden.pdp / Ronald Pfaff „Clownsein ist meine Berufung. Seit 1991 bin ich als Clown unterwegs. Meine Freude ist es, zusammen mit Yogi den Kinder- und Jugendzirkus Zirkus Pfiffikus in Wenden zu leiten und mit ihm seit 1996 im Duo Zwei echte Helden aufzutreten. 2002 begann ich, als Klinikclown in der Kinderklinik Siegen und mehreren Altenheimen für Junge und Alte zu spielen“, blickt Christoph Kinkel zurück, der sich gern dem ökumenischen Theaterprojekt anschloss.
Für die Versammlung der Kirchenclowns ist klar, dass ein Clown ein Artist ist, dessen Kunst Menschen zum Stauen, Nachdenken und Lachen bringt. Kinkel: „Das Wesen des Clowns ist die Akzeptanz des Scheiterns und die Erfahrung, dass uns Gott dennoch alle liebt.“
Bis Sonntag tourt die Gemeinschaft der Kirchenclowns noch im Südsauerland, danach bietet Christoph Kinkel sein Programm „Halleluja“ an: Halleluja – ein Clownstheaterstück für Menschenkinder von 4 bis 104. Das Stück handelt vom Scheitern und Gelingen des Lebens und der Gewissheit, dass Gott alle Wege unseres Lebens mitgeht und ein treuer Begleiter ist. Als Spielort sind besonders Kirchen geeignet. Dauer: 45 Minuten.
Ein Happyend: Nach dem Festmahl feiert die Gästeschar mit dem Publikum.pdp / Ronald Pfaff Es spielen bei „Köstlich“: Clown Florentine, Kerstin Esch, Sindelfingen; Clown Amanda, Andrea Gruhler, Fürth; Clown Pauline, Gabi Kracker, Zirndorf; Clown Christophorus, Christoph Kinkel, Wenden; Clown Leo, Steffen Schulz, Halle (Saale); Musik/ Piano: Almuth Schulz, Halle (Saale) Spielleitung: Steffen Schulz)