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© Black Salmon / Shutterstock.com
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Klinische Ethik im Fokus

Austausch und Aufbruch beim Netzwerk-Treffen im Erzbistum Paderborn. Ethikverantwortliche diskutieren Chancen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven klinischer Ethikarbeit.

Unter dem Titel „Was macht die klinische Ethik (künftig) möglich?“ trafen sich rund 25 Ethikverantwortliche aus unterschiedlichen Einrichtungen und Organisationen des Erzbistums Paderborn zum diesjährigen Netzwerk-Treffen. Ziel des Treffens war es, aktuelle Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen der klinischen Ethikarbeit zu reflektieren und sich gegenseitig zu stärken.

Einen starken inhaltlichen Impuls setzte der Beitrag von Beate Oehlmann, Psychologin und Ethikverantwortliche am Mathilden Hospital Herford. Aufgrund einer Erkrankung konnte sie zwar nicht persönlich anwesend sein, hatte jedoch eine Videoaufzeichnung ihres Vortrags vorbereitet – so überzeugend und lebendig, dass die Anwesenden zwischenzeitlich das Gefühl hatten, sie sei live zugeschaltet.

Ethikarbeit kämpft mit vielen Vorurteilen und muss oft Überzeugungsarbeit leisten. Dabei will sie nicht kontrollieren und ist kein Entscheidungs- sondern ein Empfehlungsinstrument, sie will Menschen handlungsfähig machen und ermöglicht die Konfliktvermeidung mit den Angehörigen.
Zusätzlich müssen sich die Ethikverantwortlichen auch noch für die Finanzierung der Ethikarbeit, Anerkennung als Arbeitszeit und regelmäßige Schulungen einsetzen.

Reger Austausch von Gedanken und Erfahrungen

Weitere Einblicke in die Praxis gaben Dr. med. Hinrich Böhner (St. Rochus Hospital, SLG St. Paulus Gesellschaft), Dr. Peter Kettelhoit (Sankt Vinzenz Hospital, KHO) und Hartwig Trinn (St. Elisabeth Gruppe). Sie sprachen über konkrete Erfahrungen und die Notwendigkeit, klinische Ethik fest in den Alltag medizinischer Einrichtungen zu integrieren.

Im Anschluss entwickelte sich ein reger Austausch von Gedanken und Erfahrungen, der von den Teilnehmenden als wertvoll und inspirierend beschrieben wurde. Gerade dieser persönliche Austausch war im vergangenen Jahr ausdrücklich gewünscht worden – und das erneute Echo bestärkte das Interesse an einer regelmäßigen Fortsetzung des Formats.

Zu dem Netzwerk-Treffen hatte das Institut für christliche Organisationskultur in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn eingeladen. Das Institut berät, begleitet und qualifiziert kirchliche Träger, Einrichtungen und deren Mitarbeitende in Fragen rund um christliche Ethik, Identität und Organisationskultur.

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