Werde Hoffnungsträger
Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker schaute in seiner Predigt voller Dankbarkeit zurück auf das Engagement der Vorfahren, die das Gotteshaus errichteten, den „Stein gewordenen Glauben“. Viele Menschen hätten hier schon in Freud und Leid gebetet. Erzbischof Becker fragte, was die immer weniger werdenden Christen in Deutschland einmal der Welt hinterlassen würden, welche Spur von ihnen gelegt werde? Er erinnerte in seiner Antwort an den berühmten Sohn des Dorfes, Joseph Theodor Graf zu Stolberg-Stolberg, der 1849 mit anderen den Bonifatiusverein gründete, und griff das Leitwort des Diaspora-Hilfswerkes im Corona-Jahr auf: „Werde Hoffnungsträger“. „Gerade jetzt brauchen wir Menschen, die zupacken und anderen Hoffnung geben, auch in Westheim. Werdet einander zu Hoffnungsträgern, denkt nicht nur an euch selber. Wir sollen klug sein und wissen, worauf es auch in den Unwägbarkeiten des Lebens ankommt. Wir können unsere Spur in diese Welt eingraben, weil Gott treu bleibt und uns entgegenkommt, egal, was auch immer geschieht“, so der Erzbischof.
Jubiläums-Wünsche
Durch die Fürbitten im Gottesdienst in den vielen Anliegen der verschiedenen Generationen wurde sichtbar, wie aus Puzzleteilen ein Bild des Geburtstagskindes, die St. Vitus-Kirche, entstand. Seitens der evangelischen Gemeinde sprach Pfarrerin Kathrin Günther Glück- und Segenswünsche. Sie verglich die kleinere, aber ältere evangelische Kirche Westheims mit der größeren katholischen. Beide seien Schwestern, die Freude und Hoffnung miteinander teilen.