Auch wenn die Zahl kirchlicher Trauungen zurückgeht, hätten die Besucher am ökumenischen Stand es gut gefunden, dass die Kirchen auf der Messe vertreten und auch für junge Menschen ansprechbar seien, berichtet Pfarrerin Sabine Black (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn).
Svenja Becker (Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Ostwestfalen) kam über Ehevorbereitungskurse ins Gespräch und konnte mit einigen Vorurteilen aufräumen: Die Kurse gebe es neben den Präsenzangeboten auch als Online-Angebot, und es gehe zum einen um den Ablauf der Trauung und zum anderen vor allem auch um Kommunikation in der Partnerschaft.
Dass die Kirchen den Kontakt zu den Paaren suchen und ihr Angebot auf Hochzeitsmessen weiterentwickeln, ist für Jan Schumacher (Dekanat Paderborn) wichtig. „Wenn Menschen ihre Hochzeit planen, beschäftigen sie sich intensiv mit ihrer gemeinsamen Zukunft. Genau in diesem Moment sollten wir als Kirche ansprechbar sein. Wir möchten mit den Paaren darüber ins Gespräch kommen, was ihre Beziehung trägt, was sie sich für ihr gemeinsames Leben wünschen und welche Bedeutung der Glaube dabei haben kann.“
Auch Vikar Christian Beck (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn) kann sich eine Fortsetzung des ökumenischen Angebots gut vorstellen. Gerade durch das gemeinsame Auftreten wird deutlich, dass die Kirchen Paare auf ihrem Lebensweg begleiten möchten und unabhängig von ihrer Konfession als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen.
Den ersten ökumenischen Auftritt der Kirchen auf einer Hochzeitsmesse gab es in Paderborn im Jahr 2012.