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© Photo Kozyr / Shutterstock.com
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Kirche „auf Trab“ gebracht

Mehr als 330 Frauen und Männer treffen sich beim Tag des pastoralen Personals in Werl

Mehr als 330 Frauen und Männer treffen sich beim Tag des pastoralen Personals in Werl

Erzbischof Hans-Josef Becker (M.) und das Organisationsteam des „Tags des pastoralen Personals“.
Foto: pdp

Die Kirche in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. „Mein Gott, meine Kirche und ich – Immer in Bewegung?!“ fragte deshalb der „Tag des pastoralen Personals“ im Erzbistum Paderborn, zu dem sich heute in Werl über 330 Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trafen. „Für viele war und ist das Zukunftsbild als pastorale Vision ein inspirierender Impuls, der im ganzen Bistum Bewegung auslöste, der an- und auch aufregte“, sagte der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker in seinem Grußwort mit Bezug auf das Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn, das vor fünf Jahren in Kraft getreten war.

Der „Tag des pastoralen Personals“, den neben Erzbischof Becker auch die Weihbischöfe Matthias König, Hubert Berenbrinker und Dr. Dominicus Meier zum Austausch mit den Priestern, Diakonen und pastoralen Mitarbeitenden nutzten, hatte ein klares Ziel: Bewegen und herausfordern, wach rütteln und auf Trab bringen. Konsequent stand daher auch am Ende des Tages vor dem abschließenden Gottesdienst mit Erzbischof Becker die Frage im Raum: Was möchte ich – an meinem Einsatzort, in meiner Funktion und mit meinen Fähigkeiten weiterbewegen? Der je persönlichen Antwort der Teilnehmenden auf diese Frage war ein ereignisreicher Tag vorausgegangen. Ein geistlicher Einstieg, eine Praxisübung mit Text, Melodie, Bewegung und Selbstreflexion und zwei Workshops hatten die Teilnehmenden mental in Bewegung gebracht.

Nah am Leben der Menschen

Mit dem Zukunftsbild sei eine Wegmarke gesetzt worden, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker in seinem Grußwort.
Foto: pdp

Zu Beginn der Veranstaltung hatte sich Erzbischof Hans-Josef Becker in einer Begrüßungsansprache an seine pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet: „Es gibt keine Identität des Priesters, des Diakons, aller pastoral Mitarbeitenden, wenn sie oder er nicht ganz im Volk Gottes steht“, erklärte Erzbischof Becker in seinem Grußwort. Gott selbst schenke die Bewegung, nahe am Leben der Menschen zu sein und sich so beständig zu wandeln und zu erneuern.

Immer weniger Menschen würden sich der Kirche zugehörig fühlen, die Zahl der Kirchenaustritte steige, viele kirchliche Angebote würden nur noch von einer Minderheit der Gläubigen wahrgenommen. Die Missbrauchskrise habe dem Ansehen der Kirche in der Öffentlichkeit massiv geschadet, aber auch innerhalb der Kirche gebe es engagierte Christinnen und Christen, die Veränderungen immer lauter einfordern, beschrieb Erzbischof Becker drängende Herausforderungen. Er warb in diesem Kontext um Zuversicht: Kirche sei immer auch das „Fortleben der Sendung des Heiligen Geistes, der für Verschiedenheit und Pluralität steht, auch für eine gewisse Unberechenbarkeit, die sich von der Sicherheit getragen weiß, dass letztlich Gott das Entscheidende tut: uns nämlich in Bewegung nach vorne zu bringen.“

Miteinander in Bewegung bleiben

Mehr als 330 Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren beim „Tag des pastoralen Personals“ in Werl dabei.
Foto: pdp

Mit dem Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn sei eine Wegmarke gesetzt worden: Es müsse, forderte Erzbischof Becker, „darum gehen, dass Veränderungen, wie das Zukunftsbild unseres Bistums sie andeutet, immer auch damit einhergehen, dass Einzelne sich verändern.“ So ergebe der momentane Zwischenstand zum Zukunftsbild zwar noch kein einheitliches Bild, fasste Erzbischof Hans-Josef Becker zusammen: „Richte ich den Blick auf fünf Jahre Zukunftsbild, so sehe ich beides: Zum einen mutige Schritte des Aufbruchs, inspirierte Selbstbewegung, Kreativität. Zum anderen Beharrungstendenzen und Bewegung in andere Richtungen. All das gehört zusammen. Wichtig bleibt, nicht aufzugeben, die eigenen Quellen zu kennen und miteinander unterwegs und in Bewegung zu bleiben.“

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